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Durchfallerkrankungen im Planschbecken

Infektion  

Gefahr von Durchfallerkrankungen im Planschbecken

03.07.2009, 15:09 Uhr | iri, dapd

Durchfallerkrankungen im Planschbecken . Ein Kind sitzt in einem Planschbecken.

Planschbecken und Pools im Ausland sind oft richtige "Keimreservoirs". (Bild: Imago)

Besonders im Ausland können Planschbecken und Pools für kleine Kinder ein Keimreservoir für den Durchfallerreger Kryptosporidium sein. "Ursache dafür sind mangelnde Hygiene beziehungsweise nicht ausreichende Reinigungs- verfahren. Denn Chlor alleine reicht zur Vernichtung des Durchfallerregers nicht aus", warnt Hans-Jürgen Nentwich vom Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte.

Im Ausland keine ausreichenden Reinigungssysteme

Nötig sei eine Kombination aus verschiedenen Reinigungs- maßnahmen, wie UV-Strahlung und Filtersysteme. In Deutschland erfüllten moderne Anlagen die Anforderungen, um die Parasiten zu beseitigen, doch nicht bei allen Hotelpools im Ausland können sich Eltern sicher sein.

Gefährlicher Flüssigkeitsverlust droht

Kinder im Alter von einem halben Jahr bis zu zwei Jahren erkranken besonders häufig, erklärt Professor Nentwich. Da Kinder im Wickelalter Stuhl- und Urinabgang noch nicht kontrollieren können, steigt die Erregeranzahl in Planschbecken stark an. Auch Windeln verhindern nicht, dass Fäkalien ins Badewasser gelangen. "Kinder, die sich viel in überfüllten Schwimmbecken aufhalten, Wasser schlucken oder in den Mund bekommen, sind gefährdet. Die Erreger lösen wässrigen Durchfall, Kopfschmerzen, Bauchkrämpfe, Übelkeit und Fieber aus. Bei kleinen Kindern kann der Flüssigkeitsverlust bedrohlich werden", warnt Nentwich.

Mit Durchfall nicht ins Becken

Kein Kind dürfe deshalb mit Durchfall ins Becken, Aufsichtspersonen sollten bei Kleinkindern regelmäßige Toilettenpausen einlegen. Händehygiene ist bei kleinen Kindern mehrmals am Tag erforderlich, denn sie stecken ihre Finger häufig in den Mund.

Durchfallerkrankungen vor allem im Hochsommer

Im warmen Klima vermehren sich die Darmparasiten gut, Ausbrüche von Durchfallerkrankungen treten deshalb gehäuft im Hochsommer auf. In den Jahren 2002 bis 2004 lagen die Infektionsraten in Deutschland unter 1.000 pro Jahr, seit 2005 waren mehr als 1.200 Menschen jährlich von dieser Darmerkrankung betroffen, mit einem leichten Rückgang auf knapp über 1.000 Patienten 2008.

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online.de können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.

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