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Krebs: Leichte Neugeborene haben höheres Krebsrisiko in Pubertät

Krebsrisiko  

Leichte Neugeborene kommen früher in die Pubertät

01.12.2009, 14:02 Uhr | ots

Krebs: Leichte Neugeborene haben höheres Krebsrisiko in Pubertät . Bei niedrigem Geburtsgewicht setzt die Pubertät früher ein.

Bei niedrigem Geburtsgewicht setzt die Pubertät früher ein. (Bild: Imago)

Bei Kindern mit einem niedrigen Geburtsgewicht tritt die Pubertät einige Monate früher ein als normal. Das konnten Wissenschaftler des Forschungsinstituts für Kinderernährung (FKE) an der Universität Bonn sowie der Hochschule Fulda zeigen. Je früher die Pubertät, desto größer ist das Risiko, an Brust- oder Hodenkrebs zu erkranken. Die Wissenschaftler empfehlen werdenden Müttern, auf eine ausgewogene Ernährung zu achten. Die Studie ist im American Journal of Clinical Nutrition erschienen.

Bei leichten Neugeborenen setzt Pubertät früher ein

Die Wissenschaftler hatten im Rahmen einer Langzeitstudie bei 215 Jungen und Mädchen Beginn und Verlauf der Pubertät beobachtet. "Dabei sind wir auf zwei signifikante Zusammenhänge gestoßen", sagt FKE-Forscherin Dr. Anette E. Buyken: "Waren die Kinder bei der Geburt leichter als 3000 Gramm, setzte bei ihnen die Pubertät im Schnitt sieben Monate früher ein. Kinder, die in ihren ersten zwei Lebensjahren überproportional stark an Gewicht zulegten, kamen im Schnitt vier Monate früher in die Pubertät. Bei den Mädchen aus dieser Gruppe war die erste Regelblutung um neun Monate nach vorne verlegt."

Späte Menstruation senkt Brustkrebsrisiko

Der Zeitpunkt der ersten Menstruation beeinflusst das Brustkrebsrisiko deutlich. Dabei gilt das Motto "je später, desto besser". Schon ein halbes Jahr Verzögerung senkt das Risiko um vier bis fünf Prozent - das wären weltweit 40.000 Brustkrebserkrankungen pro Jahr weniger. Ähnliches gilt bei Jungen für den Hodenkrebs: Je später sie in die Pubertät kommen, desto geringer ist auch bei ihnen das Krebsrisiko.

Unbedingt auf Rauchen verzichten

"Zu einem verringerten Geburtsgewicht kann es beispielsweise kommen, wenn Frauen in der Schwangerschaft Diät halten, um eine übermäßige Gewichtszunahme zu vermeiden", sagt Projektleiterin Professorin Dr. Anja Kroke von der Hochschule Fulda. "Allerdings fehlt es dazu noch an belastbaren Daten. Dennoch empfehlen wir werdenden Müttern, ganz besonders auf eine ausgewogene Ernährung zu achten." Außerdem schützt auch Rauchverzicht in der Schwangerschaft vor einem niedrigen Geburtsgewicht. Nach der Geburt kann Stillen dazu beitragen, eine schnelle Gewichtszunahme zu verhindern.

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online.de können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.

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