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Alkoholkonsum: Immer mehr Kinder trinken hemmungslos Alkohol

Immer mehr Kinder trinken hemmungslos Alkohol

15.12.2009, 10:41 Uhr | dapd, dpa

Kind steht vor Spirituosenregal.Immer mehr Kinder und Jugendliche haben schwere Alkoholvergiftungen. (Bild: AP) Immer mehr Kinder und Jugendliche müssen wegen Alkoholmissbrauchs ins Krankenhaus. Noch nie in den vergangenen zehn Jahren haben sich so viele Kinder und Jugendliche betrunken wie im Jahr 2008. Wegen einer Alkoholvergiftung mussten 25.700 junge Menschen zwischen zehn und 20 Jahren stationär im Krankenhaus behandelt werden, teilte die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Mechthild Dyckmans, mit. #

Alkoholvergiftungen immer häufiger

Das entspricht einer Steigerung um elf Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Seit der Ersterhebung im Jahr 2000 (9500 Kinder und Jugendliche) ist die Zahl der Alkoholvergiftungen damit um 170 Prozent gestiegen. Insgesamt ging der regelmäßige Alkoholkonsum unter Jugendlichen in den vergangenen Jahren nach Angaben der Drogenbeauftragten aber zurück.

Trauriger Rekord bei zehn bis 15-Jährigen

Dyckmans sprach von einem traurigen Rekord. "Noch nie betrank sich eine so große Zahl von Kindern und Jugendlichen derart hemmungslos. Gegen das Rauschtrinken dieser ständig wachsenden Gruppe von Kindern und Jugendlichen muss mehr getan werden." Besonders besorgniserregend seien die 4500 Kinder im Alter von 10 bis 15 Jahren, die stationär behandelt werden mussten. In dieser Gruppe sei die Zahl der Alkoholvergiftungen um 19 Prozent gestiegen.

Junge Mädchen im Alkoholrausch

Eine erschreckende Entwicklung sei der Anstieg der Alkoholvergiftungen bei den zehn bis 15-jährigen Mädchen um 22 Prozent von 1900 auf 2400. Dies sei der stärkste Anstieg im Vergleich zum Vorjahr. Die volltrunkenen jungen Mädchen hätten bereits zum zweiten Mal die der Jungen in dieser Altersgruppe (2100) übertroffen.

Drogenbeauftragte fordert entschiedenes Handeln

Die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Mechthild Dyckmans, forderte entschiedenes Handeln: "Gegen das Rauschtrinken dieser ständig wachsenden Gruppe von Kindern und Jugendlichen muss mehr getan werden." Es würden zwar immer mehr, aber dennoch seien sie nur eine Minderheit. Insgesamt ging laut der FDP-Politikerin der regelmäßige Alkoholkonsum unter Jugendlichen in den vergangenen Jahren zurück. Offenbar reichten die bisherigen Präventionsmaßnahmen aber nicht aus. Notwendig seien Ausweiskontrollen bis zu einem geschätzten Alter von 25 Jahren an allen Alkoholverkaufsstellen. Dies wolle sie in Kürze mit dem Hauptverband des deutschen Einzelhandels diskutieren, betonte Dyckmans. Weiter nötig sind nach ihrer Auffassung eine stärkere Förderung der Alkoholprävention an den Schulen und eine bessere Einbeziehung der Eltern in die Aufklärung.

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.

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