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Fast-Food-Studie: Kalorienangabe macht Eltern vorsichtig

Fast-Food-Studie  

Kalorienangabe macht Eltern vorsichtig

27.01.2010, 09:09 Uhr | Spiegel Online

Fast-Food-Studie: Kalorienangabe macht Eltern vorsichtig. Junge mit Hamburger.

Ein Fast-Food-Menü ist eine Kalorienbombe. (Bild: Imago)


Transparenz gegen Übergewicht: Gibt man Eltern McDonald's-Karten mit Kalorienangaben zu jedem Produkt, wählen sie für ihre Kinder weniger gehaltvolle Mahlzeiten aus. Allerdings waren die Erwachsenen bei ihren eigenen Mahlzeiten weniger zimperlich.

Fast-Food-Menü ist Kalorienbombe

Fast Food ist eine Kalorienbombe und zugleich eine Geheimwaffe, denn wegen mangelnder Kennzeichnung hat man oft keine Ahnung, wie viele Kalorien man tatsächlich zu sich nimmt. So hat schon ein kleines McDonald's-Menü bestehend aus Big Mac, einer mittelgroßen Portion Pommes Frites und einer mittelgroßen Coca Cola insgesamt 1005 Kilokalorien - die DGE empfiehlt für Erwachsene eine tägliche Energieaufnahme von 2300 Kilokalorien (Frauen) und 2900 Kilokalorien (Männer).

Weniger Kalorienaufnahme bei transparenter Kennzeichnung

Wissenschaftler um Pooja Tandon vom Seattle Children's Research Institute im US-Bundesstaat Washington haben nun in einem Experiment belegt, dass allein eine transparente Kalorien-Kennzeichnung von Fast-Food-Produkten dazu führt, dass weniger gegessen wird. Die Studie wurde im Fachmagazin "Pediatrics" veröffentlicht. Die Wissenschaftler wählten an einer Kinderklinik insgesamt 99 Eltern von drei- bis sechsjährigen Kindern als Versuchspersonen aus. Bedingung war, dass sie gelegentlich in Fast-Food-Restaurants aßen und englisch verstanden. Allen Versuchsteilnehmern wurden Speisekarten von McDonald's-Restaurants gegeben, die Bilder und Preise der Produkte enthielten. Die Eltern sollten davon eine Mahlzeit für sich und eine für ihre Kinder auswählen.

15 Prozent weniger Kalorien - allerdings nur für die Kinder

Die Wissenschaftler hatten die Probanden in zwei gleich große Gruppen eingeteilt. Eine von ihnen erhielt Speisekarten, die zusätzlich noch die Kalorien zu jedem Produkt enthielten. Das Ergebnis: Die Eltern, die diese Information bekamen, wählten für ihre Kinder Essen aus, das im Durchschnitt rund 567 Kilokalorien und damit 102 weniger enthielt als das Essen, das die Eltern der anderen Gruppe auswählte (im Schnitt rund 671 Kilokalorien). Dies entsprach einer Senkung von etwa 15 Prozent.

Kalorienkennzeichnung notwendig

Bemerkenswerterweise zeigte sich aber kein Unterschied im durchschnittlichen Kaloriengehalt der Mahlzeiten, die die Eltern beider Gruppen für sich selbst bestellten. Die Wissenschaftler fanden zudem keinen Zusammenhang zwischen der Kalorienmenge der Mahlzeiten für Eltern oder Kinder und der Häufigkeit mit der die Familien Fast-Food-Restaurants besuchten. Die Wissenschaftler sehen ihr Ergebnis als Beleg für die Notwendigkeit einer Kalorienkennzeichnung. "Selbst die Vermeidung geringer Kalorienmengen kann, wenn sie regelmäßig erfolgt, Gewichtszunahme verhindern und zu einer besseren Gesundheit beitragen", sagte Tandon. "Nur 100 Kilokalorien extra pro Tag können übers Jahr eine Gewichtszunahme von knapp fünf Kilogramm ausmachen", sagte Tandon.


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