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Babynahrung bei "Öko-Test": Babybreie zum Nicht-Essen

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Babynahrung bei Öko-Test  

Babybreie zum Nicht-Essen

04.05.2010, 11:41 Uhr | nak, Ökotest

Babynahrung bei "Öko-Test": Babybreie zum Nicht-Essen. Baby bekommt Karottenbrei.

Bei Öko-Test fallen viele Babybreie durch. (Bild: Imago)

Ob "Tagliatelle in Spinat-Käse-Sauce", "Rahmkartoffeln mit Blumenkohl & Bio-Kalb" oder "Träume Gut! Grießbrei mit Bourbon Vanille" - die Auswahl der Babybreie ist riesengroß und für jeden Geschmack ist etwas leckeres dabei. Die Breie gibt es nicht nur als herkömmliche Gläschenkost, sondern neuerdings auch in bruchsicheren Kunststoffbechern. "Öko-Test" (Ausgabe 3/2010) hat nun Babybreie unter die Lupe genommen und sieben Produkte von drei Herstellern getestet. Dabei wurden neben den Nähr- und Inhaltsstoffen auch neue Herstellungsverfahren sowie die Sicherheit der Kunststoffbecher dem Test unterzogen.

Krebserregende Stoffe in einigen Breien

Das Testergebnis reicht von "sehr gut" bis "ungenügend". In einigen Breien fanden die Tester die krebserregenden Stoffe Benzol und Furan in nennenswerten Mengen. Das führt dazu, dass über die Hälfte der Produkte nur" ausreichend" bis "ungenügend" abschneiden.

Breie zum Nicht-Essen

In vielen Fertigbreien bilden sich die krebserregenden Stoffe Furan und Benzol, weil sie hoch und teilweise lange erhitzt werden. Nicht essen sollten Babys das "Hipp Kartoffel püreemit Früh-Karotten & zartem Bio-Rind". Hier analysierten die Tester einen erhöhten Benzolgehalt. In den restlichen Produkten steckten Spuren. "Öko-Test" wies den Schadstoff 2009 in Karottenbreien für die Kleinen nach. Ausschlaggebend für die Höhe der Gehalte sind neben der Dauer der Erhitzung die verwendeten Zutaten: Karotten scheinen die Benzolbildung zu fördern. Da auch der Furangehalt in diesem Brei erhöht war, bekam das Produkt die Note "ungenügend". Auch der "Bebivita Karotten-Kartoffel-Brei mit zartem Rindfleisch" erhielt die Note "mangelhaft" aufgrund des erhöhten Furangehaltes.

An Fleisch wird gespart

Auch an den Inhalten sparen die Anbieter. Gerade das für Babys' Wachstum wichtige Fleisch ist meist nur in der gesetzlich vorgeschriebenen Mindestmenge von acht Prozent in den Breien enthalten. Experten fordern hingegeneine Versorgung mit mindestens zwölf Prozent. Fleisch versorgt die Babys mit wertvollem Eisen und Zink

Keine Weichmacher in Kunststoffbechern

Die Prüfung der Verpackung war erfreulicher. Die Tester fanden weder Weichmacher noch andere bedenkliche Stoffe. Kritische Fachleute bleiben der Kunststoffverpackung gegenüber dennoch skeptisch. Die Wahrscheinlichkeit, dass etwas in das Lebensmittel übergeht, sei bei Gläsern sehr viel geringer, argumentieren sie.

Kaufempfehlung

Doch welchen Babybrei können Eltern wirklich kaufen? Am besten schnitt der "Nestlé-Obstbrei" ab. Er kann als einziger mit "sehr gut" bedenkenlos dem Baby gefüttert werden.

Tipps von "Öko-Test"

  • Ob Glas oder Plastikbecher - Das können Eltern nach persönlichen Vorlieben und Geschmack entscheiden. Die Babybreie waren ähnlich belastet.
  • Selbst hergestellte Breie sind frei von Furan und Benzol. Trotz der gefundenen Schadstoffe in der Fertignahrung müssen Eltern mit ziemlicher Wahrscheinlichkeit keine Angst haben, dass ihr Kind Schaden nimmt. Die Mengen an gefährlichen Stoffen sind sehr klein. Doch da Babys und Kleinkinder vielen Umweltgiften ausgeliefert sind, kann das Fass irgendwann überlaufen.
  • Für Fertigkost spricht: Sie wird von den Herstellern streng auf Pestizide und andere Schadstoffe wie Nitrat kontrolliert.

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