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Ernährung: Viele Lebensmittel für Kinder sind überzuckert

Ernährung  

Viele Kinderlebensmittel sind überzuckert

13.10.2008, 18:07 Uhr | ruf

Viele Frühstücksprodukte sind überzuckert.Viele Frühstücksprodukte sind überzuckert. (Bild: Archiv)Nährwert-Angaben auf Lebensmitteln sind in Deutschland Pflicht. Auf den ersten Blick sollte klar werden, wie gesund und nährstoffreich ein Produkt ist. Doch häufig sind die Angaben für den Verbraucher so verwirrend, dass er dennoch nicht klar erkennen kann, was er gerade in den Einkaufswagen legt. Ein sehr übersichtliches Kennungssystem hat sich England zugelegt: Dort werden Produkte mit der so genannten Ampelkennzeichnung in Kategorien eingeteilt, die sich dem Verbraucher sofort erschließen. Unterschiedliche Kriterien wie beispielsweise der Fettgehalt werden bei einer Ampelkennzeichnung auf der Verpackung grün, gelb oder rot dargestellt. Es wird derzeit angedacht, dass Modell auch in Deutschland einzuführen.
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Hersteller dagegen

Die Verbraucherrechtsorganisation "Foodwatch" kritisiert nun Unternehmen wie Nestlé, Kellogg's oder Danone, die mit eigenen Kampagnen wie der Initiative "Ausgezeichnet informiert" versuchen, die Ampelkennzeichnung nach englischem Vorbild zu verhindern. Grund dafür sind die schlechten Testergebnisse der Frühstücks- und Getreideprodukte der Unternehmen. Daraus geht nämlich hervor, dass ein Großteil der Produkte überzuckert ist.

80 Prozent überzuckert

In dem Test waren laut "Global Press" 26 der untersuchten Nahrungsmittel und damit rund 80 Prozent der Waren überzuckert. Sie enthielten mehr als 12,5 Gramm Zucker pro 100 Gramm des getesteten Lebensmittels. Im Ampelsystem erhielte ein solches Frühstücksprodukt eine rote Kennzeichnung. Die "Kellog's Smacks" enthalten pro 100 Gramm sogar 43 Gramm Zucker. Ebenfalls bedenklich schnitt der Salzgehalt der getesteten Produkte ab. Zirka die Hälfte qualifiziert sich nur für eine gelbe Kennzeichnung.

Kinderlebensmittel nicht separat kennzeichnen

Die betroffenen Hersteller versuchen nun laut "Footwatch", die verständliche Ampelkennzeichnung zugunsten eines weniger verständlichen Zahlensystems für Nährwertangaben durchzusetzen. Bei dieser Variante sollen die Inhaltsstoffe auch bei Kinderlebensmitteln anhand des angeblichen Tagesbedarfs einer erwachsenen Frau aufgelistet werden.

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