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Piercings und Tattoos bei Kindern bergen Infektionsgefahr

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Piercings und Tattoos bei Kindern bergen Infektionsgefahr

23.04.2012, 10:30 Uhr | dapd

Vorsicht vor Piercings und dauerhaften Tätowierungen bei Kindern: Sie bergen nach Ansicht von Medizinern eine hohe Infektionsgefahr. Man sehe mit "großer Sorge" die zunehmenden Eingriffe bereits bei Kindern unter zehn Jahren, erklärte der Präsident des Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ), Wolfram Hartmann.

Verletzungsgefahr durch Ohrringe

Schon manche Säuglinge hätten Ohrstecker, teilte der Verband mit. "Die Ohrstecker wachsen oft ein, es gibt sehr unangenehme und langwierige Entzündungen, und die Verletzungsgefahr bei Ohrringen ist für Kleinkinder groß, ebenso die Gefahr, dass die kleinen Ohrstecker und Ohrringe in die Atemwege gelangen können", hieß es.

Medizinische Komplikationen drohen

"Besonders aber führen die Folgen der zahlreichen Piercings bei Kindern und Jugendlichen an allen möglichen Stellen am Körper und im Mund sowie im Genitalbereich zu medizinischen Komplikationen", betonte Hartmann. Solche Eingriffe würden häufig im Ausland auf Klassenfahrten in teilweise dubiosen und nicht gesundheitsdienstlich überwachten Studios sogar oft ohne Einwilligung der Erziehungsberechtigten vorgenommen. "Die Infektionsgefahr ist groß und Dauerschäden nicht gerade selten", warnte der Verbandspräsident.

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