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Bubble Tea soll mit Warnhinweis versehen werden

Bubble Tea soll einen Warnhinweis bekommen

02.08.2012, 15:58 Uhr | dapd, AFP

Bubble Tea soll mit Warnhinweis versehen werden. Bubble Tea enthält Geleekugeln, an denen Kinder sich verschlucken können. (Quelle: dapd)

Bubble Tea enthält Geleekugeln, an denen Kinder sich verschlucken können. (Quelle: dapd)

Warnungen, dass Kinder Kleinteile verschlucken können, gibt es schon bei Spielzeug. Aber jetzt soll auch das Trendgetränk Bubble Tea mit solchen Warnhinweisen versehen werden, fordert Verbraucherschutzministerin Ilse Aigner (CSU). Für Kinder bis zu vier Jahren bestehe ein "besonders hohes Risiko für Gesundheitsbeeinträchtigungen", weil die im Getränk enthaltenen Kügelchen in die Luftröhre geraten können. Auch Kinderärzte hatten bereits vor Bubble Tea gewarnt.

Aigner schaltet Bundesamt für Risikobewertung ein

"Beim Verkauf von Bubble Tea sind Hinweise zur Verschluckungsgefahr bei Kindern erforderlich", heißt es in einer von Aigner in Auftrag gegebenen Untersuchung des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR), aus der die "Rheinische Post" zitierte.

Aigner bat die Hersteller- und Vertriebsfirmen daher, durch einen möglichst bundesweit einheitlichen, gut sichtbaren Warnhinweis auf diese Gefahren aufmerksam zu machen. Außerdem schaltete sie laut Bericht die zuständigen Aufsichtsbehörden in den Bundesländern ein.

Gleiches Risiko wie bei Gummibärchen und Erdnüssen

Ein Sprecher des Bundesverbraucherministerium wies aber auch darauf hin, dass weder in Deutschland noch aus dem EU-Ausland durch Bubble Tea hervorgerufene Komplikationen gemeldet wurden. Den Eltern von Kleinkindern riet das Ministerium, die gleichen Vorsichtsmaßnahmen wie für den Verzehr von Erdnüssen oder Gummibärchen zu beachten.

Kalorienbombe mit künstlichen Aromen

Verbraucherexperten hatte Bubble Tea schon zuvor ein schlechtes Zeugnis ausgestellt, weil das vor allem bei jungen Leuten beliebte Modegetränk auf Tee- und Sirupbasis voller Kalorien und künstlicher Zusatz- und Aromastoffe steckt.

Bubble Tea unterliege auch beim Ausschank der Lebensmittel-Kennzeichnungsverordnung, erklärte das Verbraucherministerium. Kenntlich gemacht werden müssten unter anderen Farbstoffe und weitere Lebensmittelzusatzstoffe. Das muss nicht immer auf dem Becher sein, sondern diese Angabe kann auch auf einem Schild oder in Speise- oder Getränkekarten stehen.

Mit Tee hat Bubble Tea wenig zu tun

Allein in den ersten vier Monaten des Jahres erzielte der Handel mit Bubble Tea in Deutschland einen Umsatz von vier Millionen Euro. Bubble Tea ist ein Trendgetränk, das in Asien entstand und sich über die USA nach Europa verbreitete. Es wird von spezialisierten Ketten in eigenen Bars angeboten, findet sich aber zunehmend auch im Sortiment bekannter Fastfood-Unternehmen und Coffee-Shops. Meist handelt es sich um Mischungen aus schwarzem oder grünem Tee mit Sirup, es gibt auch Varianten mit Milch oder Joghurt. Eigentlicher Clou sind essbare Perlen oder Geleestücke, die in das Getränk gemischt und durch dicke Strohhalme mitgetrunken werden.

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online.de können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.

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