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Jugendliche schlafen viel zu wenig

Viele Jugendliche leiden an Schlafmangel

18.10.2012, 11:13 Uhr | dapd

Jugendliche schlafen viel zu wenig. Deutsche Jugendliche schlafen zu wenig. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Deutsche Jugendliche schlafen zu wenig. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Schüler und Auszubildende in Deutschland schlafen wochentags weniger als sieben Stunden. Dieser permanente Schlafmangel wirkt sich ungünstig auf Gesundheit, Wohlbefinden und Leistungsfähigkeit aus, wie eine Studie von Gesundheitsforschern ergab. Am Wochenende schlafen die jungen Leute neun Stunden.

Jugendliche schlafen viel zu wenig

Im Vergleich zu älteren Erwachsenen sei dies deutlich weniger, obwohl junge Menschen in ihrer Lebensphase eigentlich mehr Schlaf benötigten, erläuterten Professor Ulrich Koehler von der Philipps-Universität Marburg und Manfred Betz vom Dillenburger Institut für Gesundheitsförderung und -forschung. Im Rahmen der Deutschen Azubi-Gesundheitsstudie befragten sie rund 8800 Jugendliche in hessischen Städten hinsichtlich ihrer Schlafgewohnheiten und ihres Gesundheitszustandes. Jeder Fünfte schlafe demnach in der Woche sogar weniger als sechs Stunden.

Permanentes Schlafdefizit durch frühen Unterrichtsbeginn

Junge Menschen seien abends lange aktiv und würden morgens mindestens bis acht oder neun Uhr schlafen, erklärte Koehler, der das Schlafmedizinische Zentrum am Universitätsklinikum Gießen und Marburg (UKGM) leitet. Aufgrund des frühen Arbeits- oder Schulbeginns hätten viele ein permanentes Schlafdefizit, was sie am Wochenende durch sehr spätes Aufstehen auszugleichen versuchen.

Die Folgen des Schlafmangels

"Knapp zwei Drittel der Jugendlichen fühlen sich tagsüber nicht ausgeruht und leistungsfähig", berichtete Koautor Betz. "Sie leiden zudem verstärkt an gesundheitlichen Problemen wie psychischen Beschwerden, Kopfschmerzen, Magen-Darm-Beschwerden und fehlen häufiger am Arbeitsplatz oder in der Schule." Eine starke Tagesmüdigkeit führe auch zu deutlich erhöhter Unfallgefährdung, insbesondere im Straßenverkehr.

Mehr Aufklärung über Schlafstörungen nötig

"Besonders überrascht hat uns, dass jeder Fünfte angab, in den vergangenen zwölf Monaten unter Schlafstörungen gelitten zu haben", sagte Koehler, "aber nur jeder zehnte Betroffene deshalb in Behandlung war." Hier gebe es großen Aufklärungsbedarf, denn in herkömmlichen Gesundheitsfördermaßnahmen werde das Thema Schlaf bislang nicht berücksichtigt.

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