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Verweigerte Herztransplantation: Eltern und Klinik einigen sich auf Vergleich

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Neue Untersuchung für herzkrankes Baby  

Verweigerte Herztransplantation: Eltern und Klinik einigen sich auf Zwischenvergleich

12.09.2014, 14:03 Uhr | Isabell Scheuplein, dpa

Verweigerte Herztransplantation: Eltern und Klinik einigen sich auf Vergleich. Herztransplantation: Sennur und Yavuz Dönmez wollten vor dem Landgericht in Gießen erreichen, dass ihr Sohn auf die Warteliste für ein Spenderherz gesetzt wird. (Quelle: dpa)

Sennur und Yavuz Dönmez kämpften vergeblich dafür, dass ihr Sohn Muhammet ein Spenderherz bekommt. (Quelle: dpa)

In Gießen wartet ein schwer herzkrankes Kind aus der Türkei auf eine Herztransplantation, die aber wegen eines Hirnschadens abgelehnt worden ist. Die Eltern hatten geklagt, damit ihr Sohn auf die Warteliste für ein Spenderorgan aufgenommen wird. Nun haben sich die Eltern mit dem Uni-Klinikum in Gießen auf einen Vergleich geeinigt.

Die Parteien verständigten sich vor dem Landgericht Gießen darauf, dass in den kommenden vier Wochen Mediziner anderer Kliniken den fast Zweijährigen untersuchen können. Wenn sie eine Möglichkeit für eine Herztransplantation sehen, sollen sie das Kind als Patient übernehmen. Der Rechtsstreit ist aber noch nicht endgültig beigelegt. Bei der Einigung handelt es sich um einen sogenannten Zwischenvergleich. Wenn kein anderes Transplantationszentrum für den Jungen gefunden wird, müssen die Richter entscheiden.

Verweis auf das Transplantationsgesetz

Die Eltern hatten verlangt, dass ihr Sohn auf die Warteliste kommt. Die Ärzte hatten das abgelehnt. Der Grund: Kurz vor der Abreise von Istanbul zur geplanten Organtransplantation in Deutschland, hatte das Herz des Kindes ausgesetzt und es musste an lebenserhaltende Apparate angeschlossen werden. Die schockierende Diagnose kam später: Hirnschaden, Transplantation ausgeschlossen. Die Mediziner berufen sich auf das Transplantationsgesetz und entsprechende Richtlinien. Der Hirnschaden stelle den langfristigen Erfolg der Transplantation infrage.

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Die Entscheidung der Mediziner hat eine Debatte um die Richtlinien für Transplantationen und den Umgang mit Behinderungen dabei ausgelöst. "Es ist unfair, bei einer Betrachtung von medizinischen Sachverhalten den Ärzten Diskriminierung vorzuhalten", sagt der Mainzer Medizinethiker Norbert W. Paul in einem Interview. Es gehe nicht um die Frage von Behinderung, sondern einzig und allein um die Prognose für die weitere Gesundheit.

Die geringe Zahl von Spenderorganen sei auf Dauer ein Problem. "Wir werden nie genug Organe haben." Deshalb müsse mit den knappen Organen so umgegangen werden, dass diejenigen Patienten als Empfänger ausgewählt werden, die den größtmöglichen Nutzen davon haben.

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