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Schwangerschaft: Weichmacher schadend er Intelligenz von Kindern

Plastik in der Schwangerschaft meiden  

Weichmacher beeinträchtigen die Intelligenz von Kindern

11.12.2014, 12:46 Uhr | t-online.de, AFP

Schwangerschaft: Weichmacher schadend er Intelligenz von Kindern. Weichmacher: Lieber Glas statt Plastik - in der Schwangerschaft sollten Frauen möglichst wenig mit Weichmachern in Kontakt kommen. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Lieber Glas statt Plastik - in der Schwangerschaft sollten Frauen möglichst wenig mit Weichmachern in Kontakt kommen. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Weichmacher sind in etlichen Produkten aus Kunststoff und in Kosmetika enthalten - aber sie sind wegen ihrer Wirkungen auf den menschlichen Organismus höchst umstritten. Nun warnen Wissenschaftler aus den USA, dass sich häufiger Kontakt mit Weichmachern während der Schwangerschaft negativ auf die Intelligenz des Kindes auswirkt.

Schulkinder in den USA, deren Mütter im Körper hohe Phthalat-Werte aufwiesen, hatten einen um durchschnittlich sechs Punkte niedrigeren Intelligenzquotienten (IQ) im Vergleich zu Kindern, deren Mütter nur gering mit den Weichmachern belastet waren, schreiben die Wissenschaftler von der Mailman School of Public Health an der Columbia Universität in New York.

Weichmacher finden sich beispielsweise in PVC, Raumsprays, Verpackungen für Mikrowellen-Fertiggerichten sowie in vielen Produkten aus Recycling-Plastik. Die Substanzen reichern sich im Körper an. Einige Weichmacher gelten als krebserregend, andere wirken hormonell und können den Hormonhaushalt von männlichen Föten und Jungen stören. Das gilt insbesondere für Phtalate.

Erstmals Auswirkung von Weichmachern auf Intelligenz untersucht

Die Studie ist die erste, die einen Zusammenhang zwischen vorgeburtlichen Phthalat-Belastungen und der IQ-Ausprägung bei Schulkindern im Alter von sieben Jahren nachweist. Bei Kindern von Müttern, die die höchsten Konzentrationen von DnBP (Di-n-butylphthalat) und DiBP (Diisobutylphthalat) im Körper hatten, lag der IQ um 6,6 beziehungsweise 7,6 Punkte niedriger als bei Kinder aus der Vergleichsgruppe mit den geringsten Vorbelastungen.

Die Wissenschaftler berücksichtigten bei der Auswertung auch die IQ-Werte der Mütter, deren schulische Bildung sowie die Umweltbedingungen der Familienwohnorte.

Weichmacher in der Schwangerschaft meiden

Das Team um die Epidemiologin Pam Factor-Litvak rät Frauen in der Schwangerschaft dringend, Weichmacher möglichst aus ihrem Leben zu verbannen. "Schwangere sind USA-weit fast täglich Phthalaten ausgesetzt", warnten die Wissenschaftler. Während es Beschränkungen für Weichmacher in Kinderspielzeug gebe, fehlten gesetzliche Vorschriften für Höchstwerte während der Schwangerschaft. Dabei sei gerade diese Entwicklungsphase eine der wichtigsten für das menschliche Gehirn.

EU legt Grenzwerte für Weichmacher fest

In der EU dürfen Produkte aus Gummi und Kunststoff künftig nur noch geringe Mengen bestimmter krebserregender Weichmacher enthalten. Die Grenzwerte für Weichmacher gelten ab dem 27. Dezember 2015. Sportgeräte, Bekleidung, Uhrarmbänder oder Haushaltsgeräte dürfen dann pro Kilogramm höchstens ein Milligramm der sogenannten Polyzyklischen Aromatischen Kohlenwasserstoffe (PAK) enthalten - laut Umweltbundesamt sind dies "minimale Spuren".

Für Schnuller oder andere Babyartikel soll der noch strengere Grenzwert von 0,5 Milligramm pro Kilogramm gelten. Verbraucherschützer wie "Öko-Test", die Stiftung Warentest und Greenpeace bemängeln immer wieder zu hohe Konzentrationen diverser Weichmacher in Kinderspielzeug, Kinderkleidung oder Freizeitartikeln wie Planschbecken.

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