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Deutscher Kinderhospizverein: Das leisten die Mitarbeiter

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Wenn andere sich abwenden  

Sterbende Kinder sind noch immer ein Tabuthema

27.01.2015, 10:30 Uhr | dpa

Deutscher Kinderhospizverein: Das leisten die Mitarbeiter. Die Arbeit eines Kinderhospizes endet nicht mit dem Tod. (Quelle: dpa)

Die Arbeit eines Kinderhospizes endet nicht mit dem Tod. (Quelle: dpa)

Hospize leisten Sterbebegleitung - aber noch viel mehr. Darauf macht der Deutsche Kinderhospizverein aufmerksam. Die Mitarbeiter der Initiative bleiben dann, wenn sich andere abwenden.

Todkranke Kinder sind nach Ansicht des Deutschen Kinderhospizvereins immer noch ein Tabuthema. Freunde, Nachbarn und das Umfeld betroffener Familien zögen sich häufig aus Unsicherheit zurück, erzählt Vereinsgeschäftsführer Martin Gierse. Darunter litten dann nicht nur die Eltern und die erkrankten Kinder, sondern auch Geschwister. Nach Schätzungen des Vereins sind zurzeit rund 50.000 Kinder in Deutschland betroffen.

Die Familien brauchen mehr als medizinische Begleitung

Der Begriff Hospiz sei bei den meisten Menschen immer noch mit einem kurz bevorstehenden Tod verknüpft, sagt Gierse. Die Hospizarbeit leiste jedoch mehr: "Wir begleiten Familien, die eine Diagnose bekommen haben, dass ihr Kind sterben wird. Wann das sein wird, wissen wir nicht", erläutert er. Während Mediziner, Pfleger und Therapeuten nach dem Tod des Kindes weg seien, weil kein Geld mehr fließe, stünden die Ehrenamtlichen der Hospizdienste auch dann noch den Trauernden zur Seite.

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Wenn ein Kind "lebensverkürzend erkrankt" sei, seien die betroffenen Familien oft noch Jahre oder sogar Jahrzehnte mit der Diagnose konfrontiert. "Für diese Familien ist es wichtig, dass sie auf diesem Weg nicht nur medizinisch begleitet werden."

Krankenkassen zahlen Hospizaufenthalte

Der vor 25 Jahren von sechs Familien initiierte Kinderhospizverein hatte 1997 das erste Kinderhospiz "Balthasar" in Olpe mitgegründet. Mittlerweile gibt es bundesweit 14 solcher Hospize, die Familien während der Krankheit ihrer Kinder zur Entlastung nutzen können. Die Aufenthalte werden von den Krankenkassen finanziert.

Seit 2004 betreibt der Kinderhospizverein zudem eigene ambulante Kinderhospizdienste. Neben den 20 Diensten des Vereins gibt es rund 130 weitere ambulante Kinderhospizdienste in Deutschland. Die Begleitung der Familien wird größtenteils von ausgebildeten Ehrenamtlichen geleistet. Allein für den Kinderhospizverein in Olpe sind neben 80 Festangestellten rund 800 Ehrenamtliche in den Familien tätig. Außerdem entstand aus dem Verein die Kinderhospizstiftung und eine Akademie, die Ehrenamtliche auf die Arbeit im Kinderhospizdienst vorbereitet.

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 (Quelle: t-online.de)WICHTIGER HINWEIS:
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