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Zahnfüllung – Kein Amalgam für Kinder und Schwangere

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Quecksilber  

Zahnfüllung – Kein Amalgam für Kinder und Schwangere

24.06.2018, 17:01 Uhr | dpa

Zahnfüllung – Kein Amalgam für Kinder und Schwangere. Zahnärztliche Untersuchung: Bei Kindern und schwangeren Frauen muss künftig ein alternatives Füllmaterial als Amalgam gewählt werden. (Quelle: Getty Images/garysludden)

Zahnärztliche Untersuchung: Bei Kindern und schwangeren Frauen muss künftig ein alternatives Füllmaterial als Amalgam gewählt werden. (Quelle: garysludden/Getty Images)

Amalgam soll nur noch in absoluten Ausnahmefällen bei Kindern und Schwangeren verwendet werden. Das sieht eine EU-Regelung vor. Ab dem 1. Juli müssen Zahnärzte zu einer Alternative zur quecksilberhaltigen Zahnfüllung greifen.

Bei gesetzlich Versicherten unter 15 Jahren sowie bei schwangeren und stillenden Frauen soll ab 1. Juli 2018 regelmäßig ein alternatives Füllmaterial als Amalgam zum Einsatz kommen. "Der Versicherte muss sich dabei immer auch für eine zuzahlungsfreie Versorgung entscheiden können", betont die Kassenzahnärztliche Bundesvereinigung (KZBV).

Ermessensspielraum liegt beim Zahnarzt

Statt Amalgam könne im Bereich der Seitenzähne zum Beispiel eine Kunststofffüllung zum Einsatz kommen, wie sie bislang etwa bei Amalgam-Allergikern verwendet wurde. Eine bestehende Sonderregelung für Amalgam-Allergiker sei erweitert und eine neue Abrechnungsziffer geschaffen worden. Der Zahnarzt müsse von Fall zu Fall prüfen, welches Material er verwenden kann.

Der Einsatz von Amalgam ist Experten zufolge in Deutschland ohnehin seit Jahren rückläufig - auch weil Patienten zahnfarbene Füllungen bevorzugen. Amalgam-Füllungen sehen hingegen metallisch aus.

Knapp ein Drittel aller Füllungen noch aus Amalgam

In einem Positionspapier der Bundeszahnärztekammer von 2017 hieß es, dass die neuen EU-Regelungen in weiten Teilen der in Deutschland gültigen Rechtslage entsprächen. Es gibt allerdings keine Daten dazu, wie oft Amalgam tatsächlich noch verwendet wird. Nach KZBV-Schätzungen haben Amalgamfüllungen einen Anteil von etwa 30 Prozent am Gesamtbestand aller vorhandenen Füllungen.

Die EU verfolgt das Ziel, die Quecksilber-Nutzung einzudämmen. Zwar werden Amalgam-Füllungen für Patienten für ungefährlich gehalten. Kritiker wecken aber immer wieder Zweifel. Vor allem verweisen sie auf Gesundheitsrisiken bei der Verarbeitung, der Entsorgung und bei der Verbrennung von Verstorbenen in Krematorien. Quecksilber kann über die Atmosphäre in die Nahrungskette kommen und sich letztlich im Körper anreichern.


Verwendete Quellen:
  • dpa

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 (Quelle: t-online.de)WICHTIGER HINWEIS:
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