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Tod durch Infarkt im Osten häufiger

GESUNDHEIT  

Tod durch Infarkt im Osten häufiger

06.02.2008, 09:15 Uhr | bri/dpa

Symptome eines Herzinfarkts: Schmerzen in der Brust und Übelkeit. (Foto: imago)Symptome eines Herzinfarkts: Schmerzen in der Brust und Übelkeit. (Foto: imago)Ein Herzinfarkt führt in Ostdeutschland öfter zum Tode als im Westen. Das zeigt eine Statistik der Berliner Universitätsklinik Charité. Alle fünf ostdeutschen Flächenländer liegen bei der Herztodesfälle vor den westdeutschen. Das gilt sowohl für Männer als auch für Frauen. Die Mediziner um Jaqueline Müller-Nordhorn haben die Todesfälle nach Infarkten für das Jahr 2000 ausgewertet. Die Ärzte glauben, dass neben den klassischen Faktoren wie Bluthochdruck und Diabetes auch Stress und Arbeitslosigkeit für die höhere Todesrate im Osten verantwortlich ist.


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Die meisten Infarkte in Sachsen-Anhalt tödlich

Am höchsten war die Sterblichkeit innerhalb der untersuchten Altersgruppe der 45- bis 74-Jährigen in Deutschland laut Studie in Sachsen-Anhalt, wo 220 von 100 000 Einwohnern an Herzinfarkten oder anderen Durchblutungsstörungen des Herzens starben. Es folgten Brandenburg (211) und Mecklenburg-Vorpommern (199). Die niedrigste Sterblichkeit durch diese sogenannten ischämischen Herzkrankheiten hatte Hamburg mit 122 Todesfällen pro 100 000 Einwohnern. Dahinter lagen Baden-Württemberg (127) und Berlin (128).

Regionale Unterschiede bei Herzkrankheiten



Die Forscher beschränkten sich entsprechend, weil es im jüngeren Alter kaum solche Todesfälle gibt. Bei den ischämischen Herzkrankheiten zeige sich ein klares Nordost- Südwest-Gefälle, berichten die Forscher im European Heart Journal. Bei Schlaganfällen und anderen Gefäßleiden des Gehirns (zerebrovaskuläre Erkrankungen) sei das Bild nicht ganz so eindeutig.

Weniger Krankenhäuser - mehr Tote?



Als Ursachen für die beobachteten Unterschiede kämen nicht nur Bluthochdruck und Diabetes infrage. Arbeitslosigkeit und Stress sowie regionale Unterschiede im Lebensstil wie Ernährungsgewohnheiten und Sport könnten die Unterschiede ausmachen sagen die Ärzte. Auch die medizinische Infrastruktur könne eine Rolle spielen. Die Gründe müssten jedoch weiter erforscht werden, um gezielte Vorsorgeprogramme aufzulegen.

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