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Diabetes: WHO befürchtet weltweite Diabetes-Epidemie

Gesundheit | Diabetes  

Experten befürchten weltweite Diabetes-Epidemie

14.11.2008, 10:39 Uhr | dpa, dpa

Patienten mit Diabetes Typ 1 müssen sich Insulin spritzen. Manchmal auch bei Typ 2. (Foto: dpa)Patienten mit Diabetes Typ 1 müssen sich Insulin spritzen. Manchmal auch bei Typ 2. (Foto: dpa)Die Zahl ist ernüchternd: Weltweit sterben rund drei Millionen Menschen an Diabetes. Die Weltgesundheits-organisation (WHO) erwartet, dass sich die Diabetes-Fälle bis zum Jahr 2030 weltweit verdoppeln. Das berichtete Gojka Roglic, Expertin für die Zuckerkrankheit bei der WHO, anlässlich des Welt-Diabetes-Tages an diesem Freitag. Der Grund für die weltweit wachsende Zahl der Erkrankungen liegt nach Ansicht von Roglic vor allem an der weit verbreiteten Überernährung und Fettleibigkeit.

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Weltweit erkranken 70.000 Kinder an Diabetes

Das Thema des Welt-Diabetes-Tages ist "Diabetes bei Kindern und Jugendlichen", denn Diabetes mellitus ist zu einer der häufigsten chronischen Kinderkrankheiten geworden. Nach Schätzungen der UN erkranken jedes Jahr 70.000 Kinder unter 15 Jahren an Diabetes Typ 1, einer Autoimmunerkrankung. Auch Typ 2, der früher als "Altersdiabetes" einzig als Erwachsenenkrankheit bekannt war, findet sich immer häufiger schon bei Kindern, insbesondere wenn sie übergewichtig sind.

Übergewicht ist Risikofaktor

Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt (SPD) empfahl eine bessere Ernährung und mehr Bewegung für Kinder und Jugendliche. "Übergewicht ist ein wichtiger Risikofaktor für die Entstehung von Diabetes", sagte sie in Berlin. Daher müssten bereits im Kindes- und Jugendalter die Grundlagen für ein gesundes Ernährungs- und Bewegungsverhalten geschaffen werden. Über 25.000 Kinder und Jugendliche leiden in Deutschland Schmidt zufolge an Typ-1-Diabetes (Jugenddiabetes). Die Behandlung von Diabetes habe sich verbessert, seit 2002 spezielle Behandlungsprogramme ("Disease-Management- Programme") ins Leben gerufen worden seien. Bundesweit nähmen fast drei Millionen junge und ältere Diabetiker daran teil.

Fast 22.000 Diabetes-Tote in Deutschland

In Deutschland ging die Zahl der Diabetes-Toten 2007 leicht zurück. Nach Daten des Statistischen Bundesamts starben im vergangenen Jahr 21.871 Menschen an dem landläufig auch als Zuckerkrankheit bezeichneten Leiden. Dies waren 437 Menschen oder zwei Prozent weniger als 2006. Insgesamt erlagen wesentlich mehr Frauen dem Diabetes mellitus als Männer. Im Vergleich der Bundesländer verzeichneten Thüringen und Sachsen-Anhalt mit 60 und 61 Menschen auf je 100.000 Einwohner die höchste Sterblichkeit. In Bayern und Hamburg lag die Rate mit 15 und 16 Menschen am niedrigsten.

Zahl der Erkrankungen ist sprunghaft angestiegen

Weltweit leben nach Schätzungen der WHO mehr als 250 Millionen Menschen auf der Welt mit der Krankheit. "Die Verbreitung von Diabetes ist sprunghaft angestiegen, 1985 gab es erst wenige Millionen Fälle, heute ist die Krankheit weit verbreitet", sagte Kerrita McClaughlyn von der Internationalen Diabetes-Föderation auf Anfrage.

Drei Millionen Menschen sterben weltweit an Diabetes

In vielen Ländern fehle Geld zur Behandlung der Zuckerkrankheit, berichtete die WHO. Während in Europa ein in der Kindheit erkrankter Mensch ein weitgehend normales Leben führen könne, sei Diabetes auf anderen Kontinenten ein Todesurteil: In Mali habe ein Kind mit Diabetesbeispielsweise eine Lebenserwartung von 30 Monaten. Nach Angaben Roglics sterben jedes Jahr weltweit rund drei Millionen Menschen an Diabetes.

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