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Fettleber kann möglicherweise Diabetes auslösen

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Diabetes  

Fettleber kann möglicherweise Diabetes auslösen

23.05.2009, 09:36 Uhr | AP

Gesundheit: Eine Fettleber könnte der Auslöser von Diabetes sein. (Foto: dpa)Eine Fettleber könnte der Auslöser von Diabetes sein. (Foto: dpa)Eine Fettleber-Erkrankung könnte Auslöser von Diabetes sein. "Bislang sind die Experten davon ausgegangen, dass die Fettleber eine Folge von Typ-2-Diabetes oder Adipositas ist", sagte Dirk Müller-Wieland, Präsident der Jahrestagung der Deutschen Diabetes-Gesellschaft in Leipzig. Neueste Studien belegten nun das genaue Gegenteil: Die Fettleber könne bereits in einem sehr frühen Stadium Ursache für eine verminderte Insulinwirkung und damit für Diabetes und Übergewicht sein.

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20 Millionen Deutsche leiden an Fettleber

Nach Müller-Wieland leiden in Deutschland etwa 20 Millionen Menschen unter einer Fettleber. Patienten mit Diabetes oder Adipositas hätten zu 70 bis 80 Prozent auch eine Fettleber. Man untersuche deshalb, warum der Körper Fett nicht nur im Fettgewebe, sondern auch an anderen Stellen wie eben der Leber einlagere. Offenbar spiele dabei der Stoffwechsel der Leber eine entscheidende Rolle.

Leberstoffwechsel fördert möglicherweise Übergewicht

Im Versuch mit Mäusen sei ein Genregulator in der Leber verändert worden, der für den Fettstoffwechsel verantwortlich ist. Bei gleicher Nahrungsmenge hätten die Tiere eine ausgeprägte Adipositas entwickelt. Veränderungen des Leberstoffwechsels könnten also ursächlich für Adipositas und weitere Erkrankungen wie Insulinresistenz oder Diabetes sein.

Gehirn bestimmt, wann man sich hungrig oder satt fühlt

Ebenfalls im Tierversuch konnten Wissenschaftler nachweisen, dass das Gehirn einen ausgeprägten Einfluss auf die Nahrungsaufnahme hat. "Nicht der Magen, sondern das Gehirn bestimmt, wann man sich hungrig oder satt fühlt", erläuterte der Genetiker Jens Brüning. Neben dem Insulin gehöre Liptin, das in den Fettzellen gebildet wird, zu den wichtigsten Hormonen des Energiestoffwechsels. "Beide informieren das Gehirn ständig über die im Fettgewebe vorhandenen Energievorräte", erklärte Brüning. Ein gestörter Informationszufluss könne deshalb auch die Entstehung von Diabetes befördern.

Entwicklung von Medikamenten gegen Übergewicht möglich

Bislang nur im Tierversuch nachgewiesen, seien die Mechanismen vom Prinzip her auch auf das menschliche Gehirn anwendbar. Eine genaue Kenntnis darüber, welche Botenstoffe welche Informationen ins Gehirn transportierten, ließe eventuell gezielte Eingriffe in den Stoffwechsel möglich werden. Letztlich könnten mit diesem Wissen Medikamente gegen Übergewicht gefunden werden, deren Entwicklung im Labor unterdessen bereits begonnen habe.

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