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Schweinegrippe: Zweifelhafte Geschäfte mit der Angst

Schweinegrippe  

Das Geschäft mit der Angst vor Schweinegrippe

12.11.2009, 12:00 Uhr | cme

Schweinegrippe-Impfung: Wo kann man sich impfen lassen? (Foto: Reuters)Nicht überall bekommt man eine Schweinegrippe-Impfung. (Foto: Reuters)Es ist mal wieder das Geschäft mit der Angst: Zahlreiche Firmen bieten im Internet dubiose Mittel zum Schutz vor der Schweinegrippe an - von Shampoos und Sprays über Pillen bis hin zu ganzen Schweinegrippe-Schutzsets. Vor allem in den USA, wo schon mehrere Tausend Menschen an der Krankheit gestorben sind, blüht der Handel mit unseriösen Mittelchen. Im besten Fall sind diese wirkungslos, im schlimmsten Fall können sie sogar schaden. Die US-Arzneimittelbehörde (FDA) hat nun eine Liste mit 143 Mitteln erstellt, die als zweifelhaft eingestuft werden.

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Profit schlagen aus der Angst

"Angst vor der Schweinegrippe? Hochwertiges Vitalstoffpräparat stärkt die Immunabwehr zuverlässig" - mit solchen Slogans versuchen viele Hersteller, aus der Verunsicherung der Bevölkerung Profit zu schlagen. Belegt sind diese Behauptungen so gut wie nie. Noch weiter geht ein Hersteller aus den USA, der seine Tabletten "Swine Flu Support Tablets" nennt - also eine Art Anti-Schweinegrippe-Tabletten. Die US-Arzneimittelbehörde will diesen Machenschaften nun einen Riegel vorschieben und hat bereits 75 Hersteller angeschrieben.

Silberionen-Getränk gegen Schweinegrippe

Einige der angepriesenen Mittel können sogar gefährlich werden. So bot ein US-Hersteller kürzlich ein Getränk mit Silberionen an. Die enthaltenen Silber-Nanopartikel bekämpfen normalerweise Bakterien in Kühlschränken und Putzlappen und wurden jüngst vom Umweltbundesamt als bedenklich eingestuft. Auf Drängen der FDA musste der Hersteller nun einen Werbespruch von seiner Seite nehmen, der die Heilung von Schweinegrippesymptomen versprach.

Der beste Schutz gegen Schweinegrippe

Wer sich tatsächlich vor der Schweinegrippe schützen will, sollte nicht auf dubiose Mittelchen vertrauen. Der beste Schutz besteht darin, sich häufig die Hände zu waschen und Menschenansammlungen zu meiden. Wem das - beispielsweise aus beruflichen Gründen - nicht möglich ist, der lässt sich am besten gegen das Virus impfen.

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