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Glühwein: Warum Glühwein schneller betrunken macht als anderer Alkohol

Glühwein  

Warum man vom Glühwein Kopfschmerzen bekommt

04.12.2009, 13:38 Uhr | jlu/ug/bri

Glühwein: Warum Alkohol in Heißgetränken schnell betrunken macht. (Foto: imago)Zucker und Fuselöle im Glühwein machen schnell Kopfschmerzen. (Foto: imago)Viele gehen fast nur wegen ihm auf den Weihnachtsmarkt: Glühwein. Die Stände mit den Krippenfiguren, der Strickmode oder den Kerzen werden da schnell zur Nebensache. Denn das alkoholische Heißgetränk schmeckt nicht nur gut, es wärmt auch noch von innen. Doch die meisten bekommen vom Glühwein stärkere Kopfschmerzen als zum Beispiel von Wein. Doch woher kommt das? Und vertragen Männer tatsächlich mehr als Frauen? Wir haben einige Irrtümer rund um den Alkohol unter die Lupe genommen.

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Warmer Alkohol geht schnell ins Blut

Die verbreitete Ansicht, dass Glühwein schneller betrunken macht als andere alkoholische Getränke, ist richtig. Eine Erklärung dafür ist, dass der Körper warme Getränke besser aufnimmt als kalte. Und das heißt für den Glühwein: Er wandert schnell aus dem Magen in den Darm und gelangt so direkt in die Blutbahn. Außerdem gelangt ein Teil des warmen Getränks schon über die Mund- und Magenschleimhäute in den Körper.

Zutaten im Glühwein machen Kopfschmerzen

Doch woran liegt es, dass man vom Glühwein einen so starken Kater bekommt? Daran sind wahrscheinlich seine Inhaltsstoffe schuld: Fuselöle, Zucker und Aldehyde. Sie entstehen bei der Vergärung im Körper und entziehen dem Gehirn Sauerstoff. Die Folge sind Kopfschmerzen, Übelkeit und Müdigkeit - also ein Kater. Das ist zum Beispiel bei Wodka anders: Er enthält weniger Beiprodukte, ist dadurch reiner und löst nicht so schnell Kopfschmerzen aus.

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Macht Glühwein warm?

Beliebt ist das Glühweintrinken aber auch, um auf dem Weihnachtsmarkt nicht zu frieren. Doch dieser Effekt ist von der Alkoholmenge abhängig: So wirken ein bis zwei Gläser Glühwein zunächst wärmend. Doch grundsätzlich führt der Alkohol dazu, dass sich die Hautgefäße weiten und stärker durchblutet sind. Dadurch geht viel Wärme über die Haut verloren. Das ist für stark Betrunkene gefährlich, wenn sie draußen in der Kälte einschlafen.

Punsch und Jagertee schränken Fahrtüchtigkeit ein

Doch auch Punsch oder Jagertee haben es in sich. Genauso wie der Glühwein regen sie die Durchblutung im Magen-Darm-Trakt an und beschleunigen die Alkoholaufnahme, erklärt Dr. Karin Müller, Verkehrspsychologin vom TÜV Rheinland. Autofahrer sollten deshalb auf diese Getränke verzichten. Ein 80 Kilogramm schwerer Mann hat nach einem Glas Glühwein bereits rund 0,35 Promille, eine 60-Kilo-Frau 0,5 Promille. Die Folge: Die Fahrtüchtigkeit ist beeinträchtigt. Nicht zu unterschätzen ist auch der Restalkohol am darauffolgenden Morgen. Denn auch bei geringen Rückständen im Blut ist man für mehrere Stunden benommen.

Vertragen Männer wirklich mehr?

Weil sie mehr Körpermasse mitbringen, vertragen Männer etwas mehr als Frauen. Laut einer Empfehlung der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen (DHS) riskieren Männer ihre Gesundheit, sobald sie mehr als 24 Gramm reinen Alkohol täglich zu sich nehmen. Bei Frauen sind bereits zwölf Gramm zu viel. Das entspricht bei Männern rund einem halben Liter Bier oder einem Viertelliter Wein. Bei Frauen ist es entsprechend die Hälfte. Auch wenn die empfohlenen Richtwerte eingehalten werden, sollte man mindestens zwei alkoholfreie Tage in der Woche einlegen.

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