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Herzinfarkt und Schlaganfall: Fluglärm verursacht Herzinfarkt und Schlaganfall

Herzinfarkt und Schlaganfall  

Mehr Herzinfarkte und Schlaganfälle durch Fluglärm

13.12.2009, 10:23 Uhr | dpa

Herzinfarkt und Schlaganfall werden laut einer Studie durch Fluglärm begünstigt. (Foto: imago)Herzinfarkt und Schlaganfall werden laut einer Studie durch Fluglärm begünstigt. (Foto: imago)Anwohner von Flughäfen sind besonders gefährdet, einen Schlaganfall oder Herz-Kreislauf-Krankheiten zu bekommen. Eine großangelegte Studie des Bremer Mediziners und Epidemiologen Eberhard Greiser belege einen starken Anstieg dieser gefährlichen Erkrankungen bei Airport-Anwohnern, schreibt das Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" in seiner neuen Ausgabe. Für die Studie, die im Auftrag des Umweltbundesamtes erstellt wurde, wertete der Forscher Krankenkassendaten von mehr als einer Million gesetzlich Versicherten aus der Umgebung des Flughafens Köln/Bonn aus.


Bei Frauen über 40 Risiko doppelt so hoch

Demnach haben zum Beispiel Frauen über 40, die tagsüber einer Fluglärmbelastung von mindestens 60 Dezibel ausgesetzt werden, ein fast doppelt so hohes Risiko, wegen einer Herz-Kreislauf-Erkrankung in einer Klinik behandelt werden zu müssen, wie Frauen aus Wohngebieten ohne Fluglärm. Bei Männern dieser Altersklasse steige das Erkrankungsrisiko um 69 Prozent. Bei Frauen wurden zudem höhere Risiken für Brustkrebs und Leukämie festgestellt.

Lärmschutz würde Zahl der Schlaganfall-Patienten verringern

Die Daten der Studie erlauben auch, Krankheitsfälle an anderen Flughäfen vorauszusagen. Etwa zehn Jahre nach dem Ausbau von Berlin-Schönefeld zum Großflughafen müssen sich beispielsweise nach Greisers Berechnungen die umliegenden Krankenhäuser auf fast 5000 zusätzliche Patienten mit Herz-Kreislauf-Krankheiten einstellen, darunter etwa 1350 Männer und Frauen mit einem Schlaganfall. Umfangreicher Lärmschutz würde die Zahl der Schlaganfall-Patienten laut Studie dagegen auf etwa 950 verringern.


Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online.de können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.

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