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Diabetes: Immer mehr Amputationen als Folge von Diabetes


Amputation wegen Diabetes  

Immer mehr Fuß-Amputationen wegen Diabetes

30.12.2009, 10:33 Uhr | hda/Spiegel Online, Spiegel Online

Diabetes: Die Zahl der Fuß-Amputationen durch Diabetes steigt. (Foto: imago)Die Zahl der Fuß-Amputationen durch Diabetes steigt. (Foto: imago)Diabetes schädigt die Füße - und die Folgen sind derzeit insbesondere in England zu beobachten: Die Zahl der Amputationen von Füßen und Zehen ist dort in den vergangenen Jahren dramatisch gestiegen. Mediziner können sich das nur zum Teil erklären. Im Durchschnitt alle 30 Sekunden wird irgendwo auf der Welt einem Zuckerkranken ein Bein abgeschnitten. Jedes Jahr verlieren Zehntausende Deutsche, die an Diabetes vom Typ 2 erkrankt sind, Zehen, Füße oder Beine.

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Entzündete Geschwüre an Füßen und Beinen

Ursache sind entzündete Geschwüre - ausgelöst von Durchblutungsstörungen und Schädigungen der Nerven, die wiederum direkte Folge des erhöhten Blutzuckerspiegels sind.

Zahl der Amputationen hat sich verdoppelt

Mediziner vom Imperial College London melden nun alarmierende Zahlen aus England: Dort hat sich die Zahl der Amputation unterhalb des Fußgelenks von 1996 bis 2005 mehr als verdoppelt, die größeren Amputationen oberhalb des Fußgelenks erhöhten sich um 43 Prozent. Bei Patienten mit Diabetes Typ 1 ging die Zahl der Amputationen dagegen zurück.

Männer sind häufiger betroffen als Frauen

Das Durchschnittsalter der Patienten mit Fußamputation sei von 71 auf 69 Jahre gesunken, schreiben Eszter Vamos und ihre Kollegen im Fachblatt "Diabetes Research and Clinical Practice". Männer müssten sich viel häufiger als Frauen einem Eingriff unterziehen. Die Studie zeige, wie wichtig regelmäßige Untersuchungen der Füße für Diabetiker seien, sagte Vamos dem Online-Dienst der BBC.

Unerkannte Diabetes ist eine Ursache für Amputation

Den drastischen Anstieg der Amputationen können sich die Mediziner nur teilweise erklären. Sie verweisen auf unerkannt Erkrankte, eine allgemeine Zunahme der Diabetesfälle und den offenbar leichtfertigen Umgang Betroffener mit Erkrankungen an den Füßen.

Auf Warnzeichen achten

Nach Aussagen des Deutschen Diabetiker-Bundes könnten bis zu 85 Prozent aller Amputationen infolge eines Diabetikus Mellitus verhindert werden. Die Experten empfehlen regelmäßige Untersuchungen der Füße, geeignetes Schuhwerk und eine rasche Behandlung aller Probleme. Warnsignale seien ein Anschwellen des Fußes oder Knöchels, sehr kalte Füße oder Beine, Verfärbungen, offene Wunden und Schmerzen in den Beinen.

Höheres Amputationsrisiko für Diabetiker

Das Risiko einer Beinamputation sei für Menschen mit Diabetes 25-mal höher als für Nichtdiabetiker, berichtet der Deutsche Diabetiker-Bund. Weltweit würden bis zu 70 Prozent aller Beinamputationen bei Diabetikern vorgenommen. 85 Prozent aller diabetesbedingten Amputationen an den unteren Extremitäten gehe ein Fußgeschwür voraus.

40.000 Amputationen in Deutschland

In Deutschland werden pro Jahr etwa 40.000 Amputationen an Diabetikern vorgenommen. "Dem erklärten Ziel, die Amputationsrate in Deutschland relevant zu senken, ist man leider noch nicht viel näher gekommen", sagt Oswald Ploner, Experte für Diabetes am Diakonie-Klinikum Stuttgart.

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