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Herzinfarkt: Bei Verdacht auf Herzinfarkt sofort die 112 rufen

Herzinfarkt  

Bei Verdacht auf Herzinfarkt sofort die 112 wählen

09.06.2010, 17:07 Uhr | tze

Herzinfarkt: Bei Verdacht auf Herzinfarkt sofort die 112 rufen. Plötzliches Druckgefühl in der Brust - das könnte ein Infarkt sein. (Foto: imago)

Das könnte ein Infarkt sein. (Foto: imago)

Der Herzinfarkt ist eine der häufigsten Todesursachen. Jedes Jahr sterben daran in Deutschland über 60.000 Menschen. Viele könnten gerettet werden - aber jeder vierte Infarktpatient stirbt, weil nicht gleich der Rettungsdienst gerufen wird und er zu spät in die Klinik kommt. Darauf macht die Deutsche Herzstiftung mit einer Info-Kampagne aufmerksam. Das Motto: "Herzinfarkt: Jede jede Minute zählt. Sofort 112 rufen". Wir erklären, wie sich ein Herzinfarkt ankündigt und wie Sie dann richtig handeln.

Anzeichen für einen Herzinfarkt

Typische Warnzeichen für einen Herzinfarkt sind schwere, länger als fünf Minuten anhaltende Schmerzen in Brustkorb. Sie können in Arme, Schulterblätter, Hals, Kiefer und Oberbauch ausstrahlen. Häufig tritt auch starkes Engegefühl, Druck oder Brennen im Brustkorb auf. Weitere Begleiterscheinungen sind Schweißausbrüche, Angst, Übelkeit und Atemnot.

Bloß nicht erst zum Hausarzt gehen

Bei solchen Symptomen gilt: Zeit ist Leben! Warten Sie nicht ab, ob die Beschwerden möglicherweise abklingen, sondern rufen Sie sofort den Rettungsdienst unter der Nummer 112, egal zu welcher Uhrzeit. Äußern Sie am Telefon den Verdacht auf Herzinfarkt, damit ein Rettungswagen mit Notarzt oder Defibrillator geschickt wird. Ganz wichtig: Nicht in aller Hektik vergessen, die Adresse durchzugeben. Viele Betroffene oder Angehörige hätten eine gewisse Scheu, sofort die Nummer 112 zu wählen - vor allem nachts und am Wochenende. Stattdessen werde häufig der Hausarzt oder der ärztliche Notdienst verständigt. "Das ist ein lebensgefährlicher Umweg. Selbst wenn der Hausarzt kommt, kann er nichts anderes tun, als die 112 anzurufen", sagt der Vorsitzende der Herzstiftung, Professor Hans-Jürgen Becker.

Je mehr Zeit vergeht, desto größer der Schaden

Ein Fehlalarm ist nicht schlimm, doch jede verlorene Minute kann den Betroffenen das Leben kosten. "Ein Herzinfarkt kann lebensbedrohliche Herzrhythmusstörungen auslösen", erklärt Becker. Wird das so genannte Kammerflimmern nicht schnell behoben, droht ein tödlicher Kreislaufzusammenbruch. Selbst wenn der Patient den Infarkt überlebt, kann Gewebe irreparabel zerstört werden. Je früher der Patient in einer Klinik behandelt wird, desto mehr Herzmuskel - das heißt Pumpkraft des Herzens - kann erhalten werden. "Die besten Chancen bestehen in der ersten Stunde nach dem Infarkt", so der Herzspezialist.

Richtig Erste Hilfe leisten

Auch wenn der Betroffene bewusstlos ist, muss man zuerst den Rettungsdienst über die 112 rufen. Wenn die Person nicht auf Zurufen, Rütteln oder Zwicken reagiert und nicht normal atmet, beginnt man umgehend mit Wiederbelebungsmaßnahmen. Für Laien gilt: Hand aufs Herz! Nach neusten Erkenntnissen ist es besser, auf die Mund-zu-Mund-Beatmung zu verzichten und sich stattdessen auf die Herzdruckmassage zu konzentrieren. Dafür legen Sie Ihre beiden Hände übereinander in der Mitte des Brustkorbs zwischen den Brustwarzen auf. Drücken Sie das Brustbein etwa 100-mal pro Minute etwa fünf Zentimeter tief ein. Setzen Sie die Herzdruckmassage fort, bis der Notarzt eintrifft

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Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online.de können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.

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