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Schlaganfall: Die fünf größten Risikofaktoren für Schlaganfall

Schlaganfall  

Schlaganfall ist meistens vermeidbar

17.06.2010, 19:51 Uhr | dpa-afx, dpa-AFX

Schlaganfall: Die fünf größten Risikofaktoren für Schlaganfall. Schlaganfall: Bei einem Schlaganfall muss alles ganz schnell gehen. (Foto: imago)

Bei einem Schlaganfall muss alles ganz schnell gehen. (Foto: imago)

Die meisten Schlaganfälle könnten vermieden werden. Fünf Risikofaktoren sind für 80 Prozent aller Schlaganfälle verantwortlich: Bluthochdruck, Rauchen, ein dicker Bauch, ungesunde Ernährung und Bewegungsmangel. Das hat die Analyse von mehreren tausend Schlaganfallpatienten in Nordamerika gezeigt. Eine gezielte Vorbeugung gegen diese Risikofaktoren könne die weltweite Zahl der Schlaganfälle wesentlich senken, betonen die Autoren der Studie, die im britischen Fachjournal "The Lancet" erschienen ist.

Hoher Blutdruck ist am gefährlichsten

Die Mediziner um Martin O'Donnel von der kanadischen McMaster-Universität hatten die Daten von 3000 Schlaganfallpatienten mit denen von 3000 Gesunden verglichen. Dabei war Bluthochdruck der wichtigste Risikofaktor: Er steigert das Risiko auf mehr als das 2,5-fache. Bei jedem dritten Schlaganfall spielt Bluthochdruck eine Rolle. Fast ebenso gefährlich ist das Rauchen, das die Schlaganfallgefahr verdoppelt.

Herzinfarkte haben die gleichen Risikofaktoren

Die so genannte Interstroke-Studie identifizierte insgesamt zehn Risikofaktoren, die zusammen für 90 Prozent aller Schlaganfälle verantwortlich sind. Auf den Plätzen fünf bis zehn stehen ungesunde Blutfettwerte, Diabetes, Alkohol, Stress und Depressionen sowie Herzkrankheiten. Viele dieser Faktoren seien voneinander abhängig. Die Forscher stellten fest, dass neun dieser Faktoren ebenfalls für 90 Prozent aller Herzinfarkte verantwortlich sind. Das ergab der Vergleich mit einer Herzinfarkt-Studie.

Größere Studie geplant

In einer größeren Schlaganfallstudie mit 20.000 Patienten wollen die Mediziner nun die Bedeutung der Risikofaktoren in unterschiedlichen geographischen Regionen, in verschiedenen ethnischen Gruppen sowie für die einzelnen Schlaganfallarten klären.

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.

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