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Risiko für Herzinfarkt steigt, wenn es kälter wird

Sinkende Temperaturen steigern das Herzinfarktrisiko

11.08.2010, 13:32 Uhr | dpa, dpa

Risiko für Herzinfarkt steigt, wenn es kälter wird. Herzinfarkt: Wenn es kälter wird, steigt das Infarktrisiko (Foto: imago)

Herzinfarkt: Wenn es kälter wird, steigt das Infarktrisiko (Foto: imago)

Wenn das Temperaturen kälter werden, steigt das Risiko, einen Herzinfarkt zu bekommen. Das gilt nicht nur im Winter, sondern unabhängig von der Jahreszeit. Entscheidend ist allein der Temperaturunterschied. Zu diesem Schluss kommen Forscher in einer Studie, die das "British Medical Journal" veröffentlicht hat.

Wie war das Wetter am Tag des Herzinfarkts?

Das Forscherteam der London School of Hygiene und Tropical Medicine analysierte die Daten von mehr als 84.000 Patienten, die zwischen 2003 und 2006 einen Herzinfarkt erlitten hatten. Es verglich die Herzinfarktdaten mit den jeweiligen Wetterdaten in England und Wales. Weitere Risikofaktoren wie Grippewellen, Luftverschmutzung und längerfristige Trends wurden herausgerechnet.

Temperatur sinkt, Risiko steigt

Das Ergebnis: Mit jedem Grad, um das die Lufttemperatur an einem Tag sank, erhöhte sich das Risiko, binnen 28 Tagen eine Herzattacke zu erleiden, um zwei Prozent. "Ältere Leute zwischen 75 und 84 Jahren und Menschen, die schon eine Vorerkrankung am Herzen hatten, sind der Studie zufolge anfälliger für niedrige Temperaturen", sagte Studienleiter Krishnan Bhaskaran. Menschen, die seit langer Zeit Acetylsalicylsäure (ASS) genommen hatten, waren dagegen weniger gefährdet. Dies ist der Wirkstoff, der unter anderem im Medikament "Aspirin" enthalten ist.

Was sich bei Kälte im Körper verändert

Mögliche Erklärungen sind, dass sich im Körper leichter Entzündungen bilden und das Blut leichter gerinnt, wenn es kälter ist. Auch der Blutdruck unterliegt saisonalen Veränderungen. So ist zwar erwiesen, dass der Blutdruck im Winter generell höher ist. Allerdings konnten die Forscher in dieser Studie keinen Zusammenhang zwischen Bluthochdruck und dem erhöhten Infarktrisiko bei sinkenden Temperaturen feststellen. Sie wiesen darauf hin, dass noch weitere Studien nötig sind, um herauszufinden, wie man dem Risiko entgegenwirken kann - etwa durch warme Kleidung oder effizientes Heizen.

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online.de können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.

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