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Helfen diese Hausmittel bei Sonnenbrand?

Quark, Joghurt oder Essigwickel  

Helfen diese Hausmittel bei Sonnenbrand?

Von Alexandra Grossmann

29.05.2019, 11:44 Uhr
Helfen diese Hausmittel bei Sonnenbrand?. Frau sieht ihre Haut an: Manche Hausmittel helfen gegen Sonnenbrand. (Quelle: imago images/Science Photo Library)

Frau sieht ihre Haut an: Manche Hausmittel helfen gegen Sonnenbrand. (Quelle: Science Photo Library/imago images)

Sie haben einen Tag in der Sonne verbracht und jetzt juckt und brennt es auf der Haut? Wir sagen Ihnen, welche Hausmittel bei Sonnenbrand guttun.

Licht und Wärme fühlen sich wunderbar angenehm an auf der Haut – doch Vorsicht: Erst nach etwa sechs Stunden zeigt sich die Wirkung von Sonnenstrahlen. Darum gilt: Sobald die Haut sich rötet, zeigt sie, dass sie schon zu viel Sonnenlicht bekommen hat. Dann heißt es: So schnell wie möglich aus der Sonne!

Ist die Verbrennung bereits da und die Haut juckt und brennt, sind die wichtigsten Maßnahmen Kühlen und Trinken. Zudem braucht die Haut jetzt Pflege. Es müssen aber nicht unbedingt spezielle Cremes sein – Sie können auch verschiedene Hausmittel verwenden, die der Haut helfen und die Schmerzen lindern.

Für Flüssigkeit sorgen

Grundsätzlich sollten Sie bei einem Sonnenbrand viel trinken. Die Hitze, die Ihr Körper wegen des Sonnenbrands verspürt, versucht er durch vermehrte Schweißbildung auszugleichen. Die Folge: Erhöhter Verlust von Flüssigkeit. Wasser, Fruchtsaftschorlen oder bekömmliche Tees sorgen für einen ausgeglichenen Flüssigkeitshaushalt.

Kühlen mit klarem Wasser

Eine kalte Dusche kühlt nicht nur die Haut, sondern befreit sie auch von Sand, Staub oder anderen Substanzen, die sie reizen könnten. Um die Haut zu schonen, sollten Sie deshalb auch auf Duschgels oder Seife verzichten. Duschen Sie aber auf keinen Fall zu kalt: Durch die starke Kühlung werden die Abwehrkräfte herabgesetzt.

Sonnenbrand – was passiert da mit der Haut?
Wenn die Haut zu viele Sonnenstrahlen bekommt, werden die Zellen der Oberhaut geschädigt und sterben ab. Es entsteht eine Entzündung: Die Haut schwillt an, wird heiß, rot und tut weh. Bei einer schweren Verbrennung bilden sich Blasen, die später platzen und nässen. Im weiteren Heilungsprozess bildet sich eine neue Hautschicht, die alte blättert allmählich ab. Es dauert ungefähr zwei Wochen, bis die Haut sich ganz erholt hat.

Quark aus dem Kühlschrank

Zu den Klassikern unter den Hausmitteln zählt Quark: Er kühlt und spendet zugleich auch Feuchtigkeit. Als besonders effektiv gelten Quarkwickel, die Sie auf verbrannte Hautbereiche auftragen. Mischen Sie dazu einen Becher Quark mit Buttermilch, Jogurt oder saurer Sahne und geben Sie die Mischung auf ein Tuch. Lassen Sie den Wickel so lange auf der Haut einwirken, bis er beginnt, zu trocknen. Dann entfernen Sie ihn vorsichtig und spülen die Rückstände vorsichtig mit klarem Wasser ab.

Beachten Sie, das Milchprodukte nicht auf offene Wunden aufgetragen werden dürfen. Die enthaltenen Bakterien können Entzündungen hervorrufen. Dies betrifft auch schwere Verbrennungen durch Sonneneinstrahlung, die Sie zum Beispiel an Bläschenbildung erkennen.

Tee und Essigwickel

Ein weiteres Hausmittel gegen Sonnenbrand sind abgekochte und ausgekühlte Teebeutel. Schwarztee oder Kamille zum Beispiel beruhigen die Haut und lindern den Schmerz.

Ein eher weniger bekanntes Mittel gegen Sonnenbrand sind Essigwickel: Tränken Sie ein Baumwolltuch in Essigwasser – zwei Teile Wasser, einen Teil Essig – und betupfen Sie damit die betroffenen Hautpartien. Laut dem Wellness-Magazin "Vital" ziehen sich dadurch die Blutgefäße zusammen, sodass sich weitere Entzündungsreaktionen vermeiden lassen. Wiederholen Sie diese Anwendung mehrfach im Abstand von etwa 20 Minuten.

Weitere Hausmittel gegen Sonnenbrand

Aloe Vera kann ebenso Abhilfe schaffen, entsprechende Gels mit Extrakten der Heilpflanze gibt es in Drogerien zu kaufen. Auch Zitronenöl wirkt beruhigend. Dafür mischen Sie den Saft einer Zitrone mit etwa 50 Milliliter Olivenöl und massieren die Flüssigkeit in die Haut ein. Sanddornöl hingegen sollten Sie auf ein Tuch träufeln, damit die verbrannten Hautpartien bedecken und das Ganze für eine halbe Stunde einwirken lassen.

Doch Vorsicht: Manche Menschen reagieren auf die Säure in der Zitrone. Testen Sie daher das Öl vorher an einer kleinen, möglichst unempfindlichen Stelle. Auch Sanddorn verträgt nicht jeder.

Sonnenbrand im Gesicht

Die Gesichtshaut ist besonders dünn und empfindlich, darum reagiert sie auch schnell auf starkes Sonnenlicht. Als Hausmittel gegen Sonnenbrand und Schwellung im Gesicht eignen sich ebenfalls gekühlte Milchprodukte wie Quark, Jogurt oder Buttermilch besonders gut. Für die erwünschte kühlende und feuchtigkeitsspendende Wirkung sollte die Maske etwa zehn bis 15 Minuten auf dem Gesicht einwirken.

Sie darf aber nicht antrocknen, da sie sich dann schwerer entfernen lässt. Das reizt die Haut. Sie können auch etwas geraspelte oder pürierte Salatgurke beimischen. Das pflegt und kühlt zusätzlich und sorgt dafür, dass die Maske nicht so schnell austrocknet und fest wird. Die Mischung entzieht der Haut überschüssige Hitze und lindert das Brennen. Auch die Schwellung bildet sich durch das Kühlen zurück. 

Mineralpulver mit natürlichen Inhaltsstoffen

Bei Sonnenbrand im Gesicht sollten Sie auf die Verwendung von Make-up möglichst verzichten. Die chemischen Inhaltsstoffe reizen die Haut zusätzlich und können im schlimmsten Fall Entzündungen hervorrufen. Greifen Sie, wenn unbedingt nötig, auf ein Mineralpuder mit natürlichen Inhaltsstoffen zurück und tragen Sie es vorsichtig mit einem Pinsel auf.
 

Generell gilt: Wenn es sich um einen leichten Sonnenbrand handelt, sind die oben genannten Hausmittel eine gute Wahl, um den Heilungsprozess zu beschleunigen. Bei einem starken Sonnenbrand, der sich durch ein Abschälen der Haut, Bläschenbildung und starke Schmerzen bemerkbar macht, sollten Sie unbedingt einen Arzt aufsuchen. Dies gilt insbesondere für Babys und Kleinkinder.

Verwendete Quellen:

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online.de können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.

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