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Leiden immer mehr Menschen an Heuschnupfen?

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Volksleiden  

Leiden immer mehr Menschen an Heuschnupfen?

11.04.2012, 10:47 Uhr | se (CF)

Dass Heuschnupfen ein Volksleiden ist, dürfte schon lange bekannt sein. Doch wie viele Menschen sind tatsächlich betroffen?

Wie viele Menschen leiden an Heuschnupfen?

Trotz moderner Medizin nimmt die Anzahl der Allergiker Jahr für Jahr zu. Vor allem in den Industrienationen wird der menschliche Organismus gegen immer mehr Substanzen überempfindlich. Die genauen Ursachen sind schwer festzumachen, da es sich stets um das Zusammenwirken mehrerer Faktoren handelt.

Verschiedene Studien legen nahe, dass allein in Deutschland 15 bis 24 Prozent der Bevölkerung von Heuschnupfen betroffen sind. Damit gibt es in unserem Land 12 bis 19,2 Millionen Menschen, die alljährlich im Vorfeld des Frühlings mit juckenden Augen, laufender Nase und Schwellungen zu kämpfen haben.

Die Berliner Charité rechnet damit, dass bei etwa 20 Millionen Deutschen Behandlungsbedarf besteht. Wie viele es am Ende wirklich sind, kann wohl niemand so genau sagen.

Ende nicht in Sicht

Ein Ende der beunruhigenden Entwicklung ist nicht in Sicht: Nach einer Schätzung der Europäischen Stiftung für Allergieforschung könnten in vier bis fünf Jahren bis zu 50 Prozent der Europäer an einer Allergie leiden. Allerdings sei gesagt, dass sämtliche Formen von allergischen Reaktionen in diesen Topf gerechnet werden, so beispielsweise gegen Hausstaub, Katzenhaare und Milben.

Auch handelt es sich um keine Studie nach wissenschaftlichen Maßgaben, sondern lediglich um eine Annahme. Dennoch stimmt die Prognose nachdenklich: Die Anzahl der Heuschnupfenbetroffenen nimmt im europäischen Schnitt genauso zu wie beispielsweise die der Asthmatiker. Es gibt allerdings Länder, in denen die Zahl der Neuerkrankungen stagniert.

Klimawandel soll Mitschuld tragen

Die Schwierigkeit für die Medizin besteht vor allem in der Tatsache, dass die genauen Ursachen des Heuschnupfens nach wie vor nicht genau bekannt sind. Entsprechend gab es schon lange keine neuen Behandlungsansätze, die die Verbreitung des Leidens einschränken könnten.

Zuletzt erhärtete sich der Verdacht, dass der Klimawandel eine Mitschuld an dem erhöhten Heuschnupfenaufkommen trägt. Durch die Klimaerwärmung verlängert sich die Pollenflugzeit, und es können sich Pflanzen ansiedeln, die neue Allergien hervorrufen können. Wie viele Neuerkrankungen darauf zurückzuführen sind, kann nicht genau beziffert werden.

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