Alkohol  

"Prost" sagt man nicht

08.05.2012, 10:53 Uhr | akl

"Prost" sagt man nicht. Trinksprüche gibt es viele - und manche sind einfach nur peinlich. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Trinksprüche gibt es viele - und manche sind einfach nur peinlich. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

"Schoppe an de Kopp" und "Prostata" - wer feiert, wird mit einer ganzen Reihe verschiedener Trinksprüche konfrontiert. Manche sind lustig, andere einfach nur peinlich. Wir haben Dr. Hans-Michael Klein, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Knigge Gesellschaft, gefragt, was die absoluten No-Gos sind. Was ist der peinlichste Trink-Spruch? Stimmen Sie ab!

Trinksprüche von Männern sind derber

Es wird geredet, gelacht - und natürlich auch zugeprostet. Frauen schauen sich bei "Stößchen" oder "Prösterchen" tief in die Augen, Männer lassen mit einem derben "Hau wech die Scheiße" oder "Zwischen Leber und Milz passt immer noch ein Pils" die Flaschen klirren. Doch woher kommt diese Tradition und auf welches Verhalten sollte man besser verzichten?

Alte Tradition aus dem Mittelalter

Bereits im Mittelalter prostete man sich zu und der Gastgeber hielt eine Rede. Dieses Ritual ist bis heute erhalten geblieben. "In Russland beispielsweise darf erst getrunken werden, nachdem der Gastgeber einen Toast ausgesprochen hat", sagt Klein. "Das Trinken wird dort zelebriert. Es wird nicht einfach nur Alkohol getrunken. Es muss immer einen Grund geben, der mit einem Toast, also einer kurzen Rede, begleitet wird. So trinkt man dort auf die Liebe, auf Gott, auf die Kinder und auf die Frauen."

Wann es peinlich wird

Peinlich sind anzügliche Trinksprüche und Reden immer dann, wenn sie nicht zur Situation passen. "Es gilt immer die Angemessenheit der Situation, des Ortes, der Personen und der Zeit", erklärt Klein. Auf einer Hochzeit mit "Von der Mitte zur Titte zum Sack, zack zack!" anzustoßen ist ebenso unangebracht wie auf einem Junggesellenabschied alle Knigge-Regeln beachten zu wollen.

"Prost" oder doch besser "Zum Wohl"?

"'Prost' kommt aus dem Vulgärlateinischen und ist seit zehn Jahren verboten", sagt Klein. "Üblich ist 'Zum Wohl' oder 'Zum Wohle'. Auch 'Gesundheit' sagt man nicht. Weder beim Anstoßen, noch wenn jemand niest", erklärt der Knigge-Experte. In Zeiten der Pest sagte man "Gesundheit", wenn eine infizierte Person niesen musste. Allerdings wünschte man nicht ihr Gesundheit, sondern bat Gott, selbst gesundzubleiben, so Klein.

Blickkontakt ist Pflicht

Auch beim Anstoßen gilt es einiges zu beachten. "Im normalen Ablauf ist es so, dass die Gäste ihr Glas heben, während der Gastgeber eine kleine Rede hält. Der Gastgeber hebt zuerst sein Glas, schaut alle an, hält dann seine Rede oder sagt 'Zum Wohle', trinkt, sucht wieder den Blickkontakt zu seinen Gästen und senkt erst dann sein Glas." Es sei selbstverständlich, dass die Gäste erst dann trinken dürfen, wenn der Gastgeber die Runde eröffnet hat. Der Blickkontakt sowohl mit dem Gastgeber als auch mit den anderen Gästen ist Pflicht.

Übrigens: Man sagt "Einen Toast aussprechen", da man früher vor dem Anstoßen wirklich ein Stück Toast gegessen hat, um den Geschmack im Mund zu neutralisieren.

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online.de können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.

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