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Bluthochdruck: Ab diesen Werten wird die Hypertonie kritisch – Tabelle gibt Aufschluss

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Hypertonie  

Bluthochdruck: Ab diesen Werten wird es kritisch

01.03.2018, 10:01 Uhr | dpa-tmn, t-online.de

Bluthochdruck: Ab diesen Werten wird die Hypertonie kritisch – Tabelle gibt Aufschluss. Blutdruck: Beim Messen zuhause gelten andere Grenzwerte als beim Arzt.  (Quelle: Getty Images/artisteer)

Blutdruck: Beim Messen zuhause gelten andere Grenzwerte als beim Arzt. (Quelle: artisteer/Getty Images)

Bluthochdruck ist eine der häufigsten Erkrankungen in Deutschland. Nach Schätzungen haben zwischen 18 und 35 Millionen Menschen einen zu hohen Blutdruck, was unter anderem einen Schlaganfall zur Folge haben kann. Experten empfehlen, den Blutdruck ab 40 Jahren regelmäßig zu messen. Dabei gilt es, bestimmte Fehler zu vermeiden. Sonst können die Werte verfälscht werden.

Da Bluthochdruck, im Fachjargon Hypertonie genannt, jahrelang keine Beschwerden verursacht, wird er oft nicht oder erst spät behandelt. Im schlimmsten Fall drohen dann Schlaganfall, Herzinfarkt oder Minderung des Sehvermögens. Nur wer seinen Blutdruck kontrolliert, kann auch erkennen, ob er zu hoch ist.

Bluthochdruck zur Vorsorge: Blutdruck mindestens einmal im Jahr messen

Spätestens ab einem Alter von 40 Jahren sollte der Blutdruck daher mindestens einmal im Jahr gemessen werden, empfiehlt die Deutsche Herzstiftung. Ab einem Alter von 50 Jahren sei eine halbjährliche Messung empfehlenswert. Wenn eine Hypertonie diagnostiziert wurde, sollte mit dem Arzt besprochen werden, wie oft Kontrollen nötig sind.

Blutdruckwerte: Zu Hause sind sie oft niederiger

Laut Deutscher Herzstiftung spricht man von Bluthochdruck, wenn bei Messungen durch den Arzt an unterschiedlichen Tagen Werte von 140 zu 90 mmHg oder höher auftreten. Da viele Patienten durch die Anspannung in der Arztpraxis höhere Werte erzielen (Weißkittel-Hypertonie), gelten für die Messung zu Hause niedrigere Blutdruckwerte. Hier handelt es sich bereits bei einer Obergrenze von 135 zu 85 mmHg um Hypertonie. Auch wenn nur einer der beiden Grenzwerte überschritten ist, liegt Bluthochdruck vor.

Systolischer und diastolischer Blutdruck

Den oberen Wert nennt man den systolischen Blutdruck, der entsteht, wenn das Blut vom Herz stoßartig in die Hauptschlagader (Aorta) gepumpt wird. Der untere Wert wird als diastolisches Blutdruck bezeichnet und nennt den Restblutdruck, wenn sich das Herz in der Erschlaffungsphase befindet.

Bluthochdruck-Tabelle: Blutdruckwerte auf einen Blick

Blutdruck EinteilungSystole (erster Wert)Diastole (zweiter Wert)
Normal120-129 mmHg80-84 mmHg
Normal-Hoch130-139 mmHg85-89 mmHg
Hyptertonie Grad 1
leichter Bluthochdruck
140-159 mmHg90-99 mmHg
Hyptertonie Grad 2
mittelschwerer Bluthochdruck
160-179 mmHg100-109 mmHg
Hypertonie Grad 3
schwerer Bluthochdruck
über 180 mmHgüber 110 mmHg

Der Blutdruck wird in der Maßeinheit mmHg gemessen. Die Bezeichnung mmHg steht für Millimeter Quecksilbersäule (Hg ist das chemische Zeichen für Quecksilber). Diese Einheit hat einen historischen Hintergrund, als Druck mit Hilfe einer Quecksilbersäule gemessen wurde. 1 mmHg ist also der Druck, den eine ein Millimeter hohe Quecksilbersäule ausübt. 

Bluthochdruck: So messen Sie richtig

Wer seinen Blutdruck selbst misst, sollte gewisse Regeln einhalten: Es ist wichtig, vorher einige Minuten zu entspannen und keinen Alkohol oder Kaffee zu trinken. Halten Sie die Beine parallel aufgestellt, denn bei übereinander geschlagenen Beinen steigt der Blutdruck durch die Anspannung der Muskeln. Die Deutsche Herzstiftung empfiehlt, immer zwei Messungen im Abstand von einer Minute durchzuführen, da der Wert der zweiten Messung häufig niedriger sei und daher der gültige.

Messen Sie zum ersten Mal, sollten Sie den Blutdruck an beiden Armen überprüfen und später immer an dem Arm, der den höheren Wert angezeigt hat. Zum Messen muss sich der Messpunkt am Arm auf der Höhe des Herzens befinden. Liegt er zu hoch, misst das Gerät einen zu niedrigen Blutdruck. Liegt der Messpunkt unterhalb der Herzhöhe, wird ein zu hoher Blutdruck gemessen.

Zu häufig sollte der Blutdruck jedoch auch nicht gemessen werden. Norbert Smetak vom Bundesverband Niedergelassener Kardiologen e.V. warnt davor: „Die Erwartungshaltung kann die Werte zusätzlich erhöhen.“ Ein übertrieben häufiges Messen könne sich dann negativ auf den Blutdruck auswirken.

Auf Ernährung und Gewicht achten

Ein gesunder Lebensstil ist wichtig, um Bluthochdruck vorzubeugen und zu behandeln, rät die Herzstiftung. Dazu gehört eine gesunde Ernährung, regelmäßige Ausdauerbewegung, wenig Alkohol, wenig Salz und Entspannung bei chronischem Stress. Ein wesentlicher Faktor für die Entstehung von Bluthochdruck ist außerdem Übergewicht. Daher ist es wichtig, überflüssige Pfunde abzubauen. Denn so lassen sich Bluthochdruck und damit auch die Risiken für Herzinfarkt, Schlaganfall und Diabetes senken.

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