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Forscher stellen Wirkung von "gutem" Cholesterin in Frage

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Forschung  

Wissenschaftler stellen Wirkung von "gutem" Cholesterin in Frage

18.05.2012, 10:06 Uhr | cme, mit Material von afp

Forscher stellen Wirkung von "gutem" Cholesterin in Frage. Cholesterin: Gibt es gar kein "gutes" Cholesterin? (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Gibt es gar kein "gutes" Cholesterin? (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

"Schlechtes" LDL-Cholesterin verkalkt die Gefäße, "gutes" HDL-Cholesterin schützt dagegen das Herz - so lautete bislang ein Grundsatz der Medizin. Doch eine neue Studie stellt diese Theorie in Frage, wie das Magazin "Lancet" berichtet.

HDL-Cholesterin wandert zum Abbau in die Leber

Cholesterin wird im Blut an Eiweiße gebunden und kommt in zwei Varianten vor: Das so genannte LDL-Cholesterin, das auch als "schlechtes" Cholesterin bezeichnet wird, transportiert die fettähnliche Substanz aus Leber und Darm in die Körperzellen. Steigt die Konzentration des schädlichen LDL-Cholesterins im Blut zu stark an, können sich Ablagerungen in den Gefäßen bilden. Diese führen im schlimmsten Fall zu Herzinfarkt oder Schlaganfall.

Das vermeintlich gute HDL-Cholesterin hingegen trägt die Substanz wieder zurück in die Leber, wo sie wieder abgebaut werden kann. Hohe HDL-Werte galten daher bislang als günstig in Bezug auf Arterienverkalkung, Herzinfarkt und Schlaganfall. Etwa drei Prozent der Bevölkerung haben eine familiäre Veranlagung zu hohen HDL-Cholesterinwerten.

Herzinfarktrisiko nicht verringert

Die Forscher der Harvard Medical School untersuchten die Gene von mehr als 100.000 Probanden auf die Gen-Variante, die den HDL-Wert erhöht. Rund 21.000 von ihnen hatten zuvor eine Herzattacke erlitten. "Unsere Erwartung war, dass Menschen mit dieser Gen-Variante ein niedrigeres Herzinfarktrisiko haben, aber das war nicht der Fall", sagte Studienleiter Sekar Kathiresan vom Massachusetts Hospital gegenüber dem Magazin "Lancet". Die Studie stellt insbesondere den Einsatz von HDL-steigernden Medikamenten in Frage, da diese teilweise zu unerwünschten Nebenwirkungen führten.

Gibt es zwei Varianten von HDL?

In einer weiteren Studie der Harvard School of Public Health, die fast zeitgleich veröffentlicht wurde, fanden Forscher heraus, dass es offenbar zwei Varianten den HDL-Cholesterins gibt. Dies berichtet das "Journal of the American Heart Association". Während die häufigere Variante den Wissenschaftlern zufolge durchaus eine Schutzwirkung vor Herz-Kreislauferkrankungen zeigte, erhöhte die zweite Variante sogar das Risiko für Herzkrankheiten. Laut Studienleiter Majken Jensen würden die Ergebnisse zeigen, dass es besser sei, die beiden HDL-Cholesterin-Varianten getrennt zu messen anstatt nur den Gesamt-HDL-Wert zu bestimmen.

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