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Studie: Frauen mit Vorhofflimmern erleiden häufiger Schlaganfall

Schlaganfall  

Frauen mit Vorhofflimmern haben erhöhtes Schlaganfall-Risiko

08.06.2012, 15:26 Uhr | vdb

Studie: Frauen mit Vorhofflimmern erleiden häufiger Schlaganfall. Frauen trifft nach Vorhofflimmern häufiger ein Schlaganfall.  (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Frauen trifft nach Vorhofflimmern häufiger ein Schlaganfall. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Haben Frauen Vorhofflimmern, ist die Gefahr, auch einen Schlaganfall zu erleiden, größer als bei Männern. Das ergab eine Studie von Forschern aus Stockholm und Birmingham, wie die Ärztezeitung online berichtet.

Daten aus nationalem Register erfasst

Für ihre Studie nutzten die Wissenschaftler ein großes nationales Register, das Aufschluss über die Entlassungsdaten aller Patienten gab, die in schwedischen Kliniken behandelt wurden. Sie werteten die Daten von 100.802 Patienten aus, die zwischen 2005 und 2008 erfasst wurden. Dabei wurden die gesundheitliche Entwicklung von Patienten mit Vorhofflimmern, einer Art Herzrhythmusstörungen, untersucht die keine gerinnungshemmenden Medikamente bekommen hatten.

Höheres Schlaganfall-Risiko bei Frauen

In dieser Zeit erlitten 7.221 der Patienten einen Schlaganfall durch ein Blutgerinnsel. Dabei lag die jährliche Rate an Schlaganfällen bei Frauen höher als bei Männern: Unter ihnen bekamen 6,2 Prozent einen Schlaganfall, bei den Männern waren es 4,2 Prozent. Das bedeutet einen relativen Unterschied von 47 Prozent. Jedoch waren Frauen beim Eintreten der Hirnerkrankung im Schnitt deutlich älter als die Männer und sie hatten häufiger Bluthochdruck.

Gerinnungshemmende Medikamente bei Schlaganfall

Wenn Frauen ein erhöhtes Schlaganfall-Risiko haben, so die Wissenschaftler, sollte das bei der Entscheidung über eine Therapie mit gerinnungshemmenden Medikamenten berücksichtigt werden. Auch sei unter diesem Vorzeichen, sei Vorhofflimmern bei Frauen anders zu bewerten. Dieses an sich sei schon Grund genug, ohne weitere Risikofaktoren blutgerinnungshemmende Medikamente zu verabreichen.

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online.de können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.

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