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Chronische Schmerzen ohne Medikamente behandeln

Chronische Schmerzen ohne Medikamente behandeln

02.10.2012, 14:27 Uhr | mk (CF)

Chronische Schmerzen ohne Medikamente behandeln. Chronische Schmerzen alternativ therapieren (Quelle: imago images)

Bei chronischen Schmerzen sollten Sie über alternative Therapien nachdenken. (Quelle: imago images)

Wer unter chronischen Schmerzen leidet, bekommt in der Regel vom Arzt Medikamente verordnet. Dabei gibt es diverse Alternativen: Denn nach  Aussagen von Experten können auch regelmäßige sportliche Aktivitäten dazu beitragen, dass  Schmerzen weniger stark empfunden werden. Erfahren Sie hier, warum Sport für schmerzgeplagte Patienten so wertvoll sein kann und welche Alternativen sich bei der Behandlung chronischer Schmerzen sonst noch bieten – auch ohne  Medikamente.

Durch Sport die Schmerzen besser wegstecken

Laut einer neuen Studie der Universität Heidelberg können Menschen, die regelmäßig Sport treiben, Schmerzen besser aushalten als diejenigen, die sich sportlich gar nicht betätigen. Dies berichtet der Südwestdeutsche Rundfunk (SWR) unter Berufung auf  15 internationale Studien, die von Experten der Universität Heidelberg ausgewertet wurden. Das Phänomen erklärt sich  folgendermaßen: Durch den Sport erfährt der Mensch dauerhaft schmerzhafte Reize und entwickelt somit im Laufe der Zeit eine positive Einstellung zum Schmerz, erklärt Dr. Jonas Tesarz im SWR. Sport könne somit helfen, chronische Schmerzen zu lindern.

Deshalb empfiehlt es sich auch für Personen, die nicht unter andauernden Schmerzen leiden, regelmäßig Sport zu treiben, um das Schmerzempfinden zu trainieren. Denn immerhin hat jeder Fünfte in Deutschland in seinem Leben mindestens einmal chronische Schmerzen. Bei der gewählten Sportart muss es kein Extremsport sein - schon ein paar Runden um den nahegelegenen Sportplatz reichen aus, wenn Sie sich alle drei Tage für eine halbe Stunde dazu motivieren können. Auch Nordic Walking ist eine sehr gute Alternative zum kräftezehrenden Jogging. (Sport anfangen: Es lohnt sich immer)

Alternative Schmerztherapien zu Medikamenten

Auch verschiedene Therapiemöglichkeiten bieten sich an, um chronische Schmerzen unter Kontrolle zu bekommen oder sie sogar ganz vergessen zu machen. Je nach Grad der Schmerzen bekommen Patienten eine individuelle Schmerztherapie verordnet - auch ohne Medikamenteneinnahme. Diese beinhalten meist Physiotherapie, Ergotherapie und Entspannungsverfahren, aber auch Gruppentrainings. Bestimmte Kliniken bieten auch Rückenmarkstimulationen an, besonders bei Patienten, deren Schmerzen nur sehr schwer zu lindern sind. Der Vorteil dieser Methode ist, dass sie verschiedene Schmerzbereiche im Körper stimulieren kann und im Vergleich zu den arzneitypischen Nebenwirkungen von Medikamenten verhältnismäßig wenige negative Effekte vorweist.

Ebenfalls weit verbreitet ist die Behandlung mit Hilfe von Akupunktur. Die gehört zur Traditionellen Chinesischen Medizin und wird seit hunderten von Jahren praktiziert. Der Akupunkteur sticht dabei dünne Nadeln in diverse Punkte auf der Körperoberfläche und setzt durch die Nadelstimulation blockierte Energien, das sogenannte Qi, frei wodurch die Schmerzen gelindert werden. Die Methode wird zwar immer wieder von Internisten kritisiert und angezweifelt, eine Studie in den USA hat aber bewiesen, dass sich die Schmerzen, je nach Art des Schmerzes, bei akupunktierten Patienten um bis zu 23 Prozent gegenüber nicht akupunktierten Patienten verringern. (Chinesische Medizin: Wie die Heilkunst des Ostens wirkt)

Nebenwirkungen von Schmerzmitteln

Häufig werden die Nebenwirkungen von Schmerzmitteln völlig unterschätzt. Starke Schmerzmittel haben oft ebenso starke Nebenwirkungen, können wichtige Organe dauerhaft schädigen und meistens sogar abhängig machen. Aber auch bei rezeptfreien und vermeintlich harmlosen Medikamente aus der Apotheke, wie Ibuprofen oder Paracetamol werden mögliche Gefahren bereits unterschätzt. So können durch eine erhöhte Dosierung von Ibuprofen im schlimmsten Fall die Nieren schwer beschädigt werden, während die falsche Einnahme von Paracetamol Leberschäden, Bluthochdruck und Asthma verursachen kann, berichtet der SWR. Wenn Sie unter chronischen Schmerzen leiden sollten Sie also gegebenenfalls alternative Therapiemöglichkeiten erwägen und mit ihrem Arzt besprechen. (Aspirin: Allheilmittel oder gefährlich?)

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.

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