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Depression bei Kindern und Jugendlichen: Was tun?

Diagnose und Behandlung  

Depression bei Kindern und Jugendlichen: Was tun?

17.09.2012, 16:42 Uhr | ks (CF)

Depression bei Kindern und Jugendlichen: Was tun?. Depressionen bei Kindern kommen häufiger vor als man denkt (Quelle: imago images)

Depressionen bei Kindern kommen häufiger vor als man denkt (Quelle: imago images)

Depressionen bei Kindern und Jugendlichen machen sich oft anders bemerkbar als bei Erwachsenen. Neben tiefer Traurigkeit und Antriebslosigkeit sind bei ihnen häufig Veränderungen im Schlaf-wach-Rhythmus Ausdruck einer Depression. Die richtige Diagnosestellung wird dadurch deutlich erschwert.

Depressionen auch bei Kindern und Jugendlichen häufiger vertreten

Etwa ein Prozent der Kinder unter sechs Jahren, zwei Prozent der Grundschulkinder und drei bis zehn Prozent der Jugendlichen in Deutschland leiden unter depressiven Störungen, so ein Bericht der "Welt" zum Thema. Da Kinder häufig erst ab einem Alter von etwa acht Jahren Ihre Gefühle klar ausdrücken können, drücken sich Depressionen bei ihnen hauptsächlich anhand von Veränderungen im Verhalten und Denken aus. Diese können unter anderem in Form von Ess- und Schlafstörungen, Gewichtsabnahme oder Stimmungsschwankungen auftreten. Depressive Kleinkinder wirken oft desinteressiert, traurig und in sich gekehrt. Auch Aggressionen können Ausdruck von Depressionen sein. (Depression: Ursachen und Behandlungsmöglichkeiten)

Bluttest kann Depressionen bei Jugendlichen erkennbar machen

Da diese Verhaltensweisen gleichfalls zu einer normalen Entwicklung zählen und vor allem Jugendliche in der Pubertät unter extremen Stimmungsschwankungen leiden, ist bei ihnen die Diagnose einer Depression besonders schwierig. Erst mit steigendem Alter ähneln die Symptome denen von Depressionen bei Erwachsenen zunehmend. Es gibt jedoch einen vielversprechenden Ansatz, mit dem sich Depressionen von normalen, pubertätsbedingten Stimmungsschwankungen abgrenzen lassen. Forscher der Northwestern University in Chicago konnten in Tests mit Patienten elf Gene, sogenannte Biomarker, identifizieren, berichtet die "Welt" weiter. Bei einer bestehenden Depression sind diese Biomarker aktiv und schütten Nukleinsäuren aus, die sich mittels des Tests im Blut nachweisen lassen. Momentan ist der Test nur bei Jugendlichen anwendbar, doch weitere Studien laufen. (Schlafentzug bei Depressionen kann lindernd wirken)

Behandlung von Depressionen bei Kindern und Jugendlichen

Wie bei Erwachsenen lassen sich Depressionen auch bei Kindern und Jugendlichen mithilfe von Medikamenten und Psychotherapie behandeln. Vor allem bei leichten bis mittelschweren Depressionen werden häufig pflanzliche Mittel auf der Basis von Johanniskraut eingesetzt. Wird die Diagnose frühzeitig gestellt, kann die Erkrankung gut behandelt werden. Deshalb ist es besonders wichtig, dass das Umfeld aufmerksam ist und den Kindern und Jugendlichen rechtzeitig Hilfestellung gibt.

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.

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