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Melatonin: Die Bedeutung des körpereigenen Hormons

Körpereigenes Hormon  

Melatonin: Die Bedeutung des körpereigenen Hormons

05.12.2012, 11:00 Uhr | sd (CF)

Als ein köpereigenes Hormon erleichtert Melatonin das Einschlafen. Die Zirbeldrüse des Gehirns setzt den Botenstoff frei, der bis in jede Zelle des Körpers gelangt. Dadurch ermüdet der Mensch. Melatonin regelt sozusagen den Schlaf-Rhythmus beziehungsweise die "innere Uhr".

Das Gehirn produziert Melatonin selbst

Im Zwischenhirn befindet sich die kleine Zirbeldrüse. Sie ist nicht größer als eine Erbse, aber für die Ausschüttung von Melatonin verantwortlich. Es gibt auch andere Bereiche des Körpers, in denen das Hormon hergestellt wird – so zum Beispiel im Knochenmark oder in der Netzhaut des Auges. Auch im Darm gibt es Melatonin – und zwar viel mehr als in der Zirbeldrüse selbst.

Hormon macht müde und regelt "innere Uhr"

Doch was ist der Grund für die Melatonin-Produktion? Dunkelheit ist der Auslöser dafür, dass die Zirbeldrüse Melatonin ausschüttet. Die Drüse erkennt eine dunkle oder helle Umgebung über Zwischenstationen des Auges. Ist es in Ihrer Umgebung finster, erkennt dies die Zirbeldrüse und schüttet das Melatonin aus. Es gelangt über das Blut in alle Körperzellen – Sie werden müde.

Dieses Hormon regelt den Schlaf-Wach-Rhythmus des Menschen. Normalerweise beginnt seine Produktion am Abend und erreicht zwischen zwei und vier Uhr nachts ihren Höhepunkt, während Licht die Herstellung hingegen hemmen kann. In der Kindheit erreicht die Produktion des Botenstoffs ihren Höhepunkt – Erwachsene stellen nur 20 bis 30 Prozent des damaligen Maximalwerts her, so der Arzt Dr. Jens Neidert auf seiner Webseite. (Melatonin: Welche Rolle spielt das Hormon beim Schlaf?)

Viele Nebenwirkungen künstlicher Hormone sind unerforscht

Melatonin gibt es weiterhin nicht nur als körpereigenen Stoff, sondern auch als Präparat. Gerade bei Schichtarbeit oder Jetlag gerät der menschliche Schlafrhythmus durcheinander. Hier kann Melatonin helfen. Allerdings ist der Einsatz von künstlichen Hormonen nicht unumstritten. Sie müssten sie auch mehrere Tage lang kurz vor dem Schlafengehen einnehmen, ehe sie wirken.

Möglicherweise drosselt sich außerdem die Eigenproduktion bei einer Zufuhr von künstlichen Botenstoffen. Oder sie stellt sich vielleicht sogar ganz ein, falls der Körper merkt, dass es ohne Präparate nicht mehr geht. Neben- und Wechselwirkungen sind nicht hundertprozentig erforscht und Sie sollten sich auf jeden Fall mit Ihrem Arzt absprechen, ehe Sie das Hormon in der Apotheke kaufen und zu sich nehmen. (Melatonin-Einnahme: Hier lauern Gesundheitsgefahren)

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online.de können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.

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