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Viren und Bakterien im Vergleich: Die Unterschiede


Viren und Bakterien im Vergleich: Die Unterschiede

po (CF)

Aktualisiert am 01.10.2012Lesedauer: 2 Min.
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Viren und Bakterien haben eines gemeinsam: Sie sind unsichtbare Krankheitserreger. Ein Vergleich zeigt jedoch, wie sie sich in Aufbau, Wirkung und möglicher Behandlung unterscheiden.

Vergleich: Aufbau der Krankheitserreger

Bakterien sind eigenständige Organismen, die sich selbst versorgen und sich durch Teilung vermehren. Viren sind hingegen auf eine Wirtszelle angewiesen, ohne die sie nicht überleben können. Sie sind außerdem im Vergleich deutlich kleiner als Bakterien. Während manche Bakterien sogar mit einem normalen Lichtmikroskop zu erkennen sind, braucht man für die Untersuchung der rund einhundertmal kleineren Viren eine Spezialausrüstung.

Auch im gesunden menschlichen Körper leben Bakterien, die in der Darmflora zum Beispiel für die Verdauung sorgen und in dieser Funktion ein wichtiger Teil des Immunsystems sind. Auf der Haut befinden sich ebenfalls unzählige harmlose Organismen, die die Hautflora bilden. (Zählen Viren zu den Lebewesen?)

Viren und Bakterien wirken unterschiedlich

Bakterien können jedoch, genau wie Viren, auch als Krankheitserreger wirken. Zu den durch sie ausgelösten Krankheiten gehören Cholera, Tuberkulose, Syphilis und Typhus. Viren sind hingegen der Auslöser der meisten Kinderkrankheiten wie Masern, Windpocken und Röteln. Auch Herpes und die gewöhnliche Erkältung entstehen durch eine Virusinfektion. Der Vergleich der beiden Arten von Krankheitserregern zeigt eine unterschiedliche Wirkweise: Viren zerstören bei ihrer Vermehrung im menschlichen Körper ihre Wirtszellen, während Bakterien giftige Stoffe ausscheiden. (Lippenherpes: So sieht die richtige Behandlung aus)

Antibiotikum: Nur gegen Bakterien

Bei einer Erkältung dienen Viren oft als Wegbereiter für Bakterien. Ist der Körper bereits geschwächt, können sich diese leichter einnisten und beispielsweise eine Lungenentzündung auslösen. Dann ist ein Antibiotikum das richtige Mittel – das wirkt nämlich ausschließlich gegen Bakterien, nicht aber gegen Viren. Ob Sie unter einer Vireninfektion leiden oder ob sich auch schon Bakterien eingenistet haben, kann Ihr Hausarzt bei einer Untersuchung feststellen und dann geeignete Medikamente verschreiben. (Heizungsluft: Tipps gegen trockene Schleimhäute)

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.
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