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Medikamente gegen Osteoporose: Das sollten Sie wissen

Medikamente gegen Osteoporose: Das sollten Sie wissen

22.11.2012, 16:11 Uhr | fk (CF)

Medikamente gegen Osteoporose sollen die Knochen stärken und dazu beitragen, Knochenbrüche zu verhindern. Es gibt jedoch eine Reihe von Medikamenten, deren Nutzen nicht belegt ist. Auch Nebenwirkungen sind bekannt.

Bisphosphonate stärken die Knochen

Bisphosphonate sind Medikamente gegen Osteoporose, deren Wirksamkeit eindeutig wissenschaftlich belegt ist. Die verschiedenen Substanzen werden von denjenigen Zellen aufgenommen, die zum Knochenabbau beitragen, und hemmen deren Aktivität. So verhindern Bisphosphonate Knochenbrüche, die durch Osteoporose bedingt sind. Einige Substanzen gibt es in Tablettenform zur täglichen Einnahme, andere werden als Injektion oder als Infusion verabreicht. Wenn Sie Bisphosphonate in Tablettenform einnehmen, sollten Sie dies auf nüchternen Magen tun und bis zur nächsten Mahlzeit etwa eine halbe Stunde warten. So kann Ihr Körper die Wirkstoffe am besten aufnehmen.

Weitere Medikamente gegen Osteoporose

Als wirksame Medikamente gegen Osteoporose gelten auch Selektive Östrogen-Rezeptor-Modulatoren (SERM), Parathormon oder Strontiumranelat. SERM wirken auf einen Teil der Östrogenrenzeptoren des Körpers und können erwiesenermaßen Wirbelkörperbrüche verhindern. Sie gibt es in Tablettenform. Parathormon trägt zur Bildung neuer Knochensubstanz bei und wird täglich als Injektion verabreicht. Das können Patientinnen mit einem sogenannten Pen selbst machen.

Strontiumranelat ist ein Salz, das Patientinnen abends nach der letzten Mahlzeit in Wasser aufgelöst trinken. Es regt den Knochenaufbau an und hemmt gleichzeitig den Abbau. Dem stehen als mögliche Nebenwirkungen anfängliche Übelkeit und Durchfall gegenüber, auch das Thromboserisiko ist erhöht. Strontiumranelat dürfen Sie außerdem nicht einnehmen, wenn Sie an Niereninsuffizienz leiden.

Risiko von Nebenwirkungen

Außerdem sind einige weitere Medikamente gegen Osteoporose bekannt, deren Wirkung jedoch meist nicht belegt ist und die teilweise zu schädlichen Nebenwirkungen führen können. Dazu gehört Kalzitonin, das in der Vergangenheit zum Beispiel als Nasenspray verschrieben wurde, heute aber nicht mehr zu den gängigen Medikamenten gegen Osteoporose gehört. Nach einem Bericht von "Stiftung Warentest" gibt es Hinweise darauf, dass die Einnahme von Kalzitonin das Krebsrisiko steigern kann.

Ihr Hausarzt kann Sie in allen Fragen rund um Medikamente gegen Osteoporose beraten und in Ihrem konkreten Fall entscheiden, welches Medikament infrage kommt – auch im Hinblick auf Vorerkrankungen und mögliche Nebenwirkungen.

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online.de können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.

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