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Bisphosphonate: Wirkung, Einnahme, Nebenwirkungen

Medikament gegen Osteoporose  

Bisphosphonate: Wirkung, Einnahme, Nebenwirkungen

23.05.2018, 11:17 Uhr | ah (CF), dpa/tmn

Bisphosphonate: Wirkung, Einnahme, Nebenwirkungen. Eine ältere Frau wird beim Arzt untersucht. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Bisphosphonate werden bei der Therapie gegen Osteoporose eingesetzt (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Bisphosphonate gehören zu den Medikamenten, die sich als wirksam gegen Knochenschwund erwiesen haben. Ärzte verschreiben sie daher oft bei Osteoporose. Die Therapie hilft, die Knochen zu stärken. Allerdings können auch Nebenwirkungen auftreten. 

Was sind Bisphosphonate?

Bisphosphonate sind chemische Verbindungen, die speziell zu medizinischen Zwecken entwickelt wurden. Sie dienen der Therapie von Osteoporose und anderen Knochenerkrankungen. Die Wirksamkeit der Bisphosphonate bei Osteoporose haben medizinische Studien nachgewiesen. Bisphosphonate werden überwiegend in Tablettenform verschrieben, es gibt aber auch Präparate, die der Arzt als Infusion oder per Injektion verabreicht.

Wie Bisphosphonate bei Osteoporose wirken

Bei Osteoporose baut der Körper schneller Knochenmasse ab als neue Knochensubstanz auf. Die Therapie mit Bisphosphonaten gleicht dies aus: Die Zellen, die zum Knochenabbau beitragen, nehmen die Bisphosphonate auf und werden dadurch in ihrer Aktivität gehemmt. Die chemischen Wirkstoffe verbinden sich außerdem mit den Mineralstoffen im Knochen und verhindern so, dass aus diesen zu viel Kalzium herausgelöst wird.

Eine entsprechende Therapie kann auf diese Weise Knochenbrüche verhindern, die osteoporosebedingt sind. Bisphosphonate können bei Osteoporose sogar Schmerzen lindern, sodass es Patienten möglich ist, sich wieder mehr zu bewegen und die fortschreitende Osteoporose als Folge von mangelnder Bewegung zu verhindern.

Gefährliche Nebenwirkung

Bisphosphonate können allerdings auch eine gefährliche Nebenwirkung haben: die sogenannte Osteonekrose des Kiefers. Dabei sterben Teile der Knochen im Kiefer ab. Besonders häufig betroffen sind der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie zufolge Patienten, die ohnehin Probleme mit dem Zahnfleisch oder entzündete Zahnwurzeln haben. Möglicherweise verstärken Entzündungen in Knochennähe die Giftwirkung der Medikamente, so dass der Kieferknochen abstirbt.

Vor Einsatz von Osteoporosemitteln zum Zahnarzt gehen

Wer mit Bisphosphonaten oder mit dem Wirkstoff Denosumab behandelt werden soll, geht deshalb am besten vorher zum Zahnarzt und lässt eventuelle Entzündungsherde behandeln, raten die Chirurgen. Während der Dauer der Behandlung selbst ist eine gute Mundhygiene besonders wichtig.

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.

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