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F├╝r diesen Beitrag haben wir alle relevanten Fakten sorgf├Ąltig recherchiert. Eine Beeinflussung durch Dritte findet nicht statt.

Osteoporose fr├╝h erkennen und behandeln

t-online, am (CF), ji

Aktualisiert am 01.10.2021Lesedauer: 5 Min.
Ein durch Osteoporose bedingter Wirbelbruch kann zu chronischen R├╝ckenschmerzen f├╝hren.
Ein durch Osteoporose bedingter Wirbelbruch kann zu chronischen R├╝ckenschmerzen f├╝hren. (Quelle: Raycat/getty-images-bilder)
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Meist zeigen sich typische Osteoporose-Symptome erst, wenn die Krankheit bereits fortgeschritten ist. Diagnoseverfahren wie die Knochendichtemessung k├Ânnen Sicherheit verschaffen, ob ein Knochenschwund vorliegt. Lesen Sie hier, welche Methoden es gibt und welche Therapien Linderung bringen.

Das Wichtigste im ├ťberblick


Osteoporose: Typische Symptome

Etwa 25 Prozent der Deutschen ├╝ber 50 Jahre leiden unter Osteoporose, einer Krankheit, die auch als Knochenschwund bezeichnet wird. Vor allem Frauen sind davon betroffen. Auch eine fr├╝he Menopause vor dem 45. Lebensjahr beg├╝nstigt die Krankheit. Kalziummangel, etwa durch zu wenig Magens├Ąure, aber auch erbliche Veranlagungen, sind weitere Risikofaktoren.

Der Knochenabbau an sich ist nicht mit Schmerzen verbunden, sodass Osteoporose meist unbemerkt beginnt. Wenn jedoch im fortgeschrittenen Alter R├╝ckenschmerzen pl├Âtzlich und heftig einsetzen, k├Ânnte eine Osteoporose dahinterstecken. Bei fortgeschrittener Krankheit kann es zu einer Verkr├╝mmung der Wirbels├Ąule bis hin zum Buckel kommen. Damit verbunden ist eine deutliche Abnahme der K├Ârpergr├Â├če. Die Verk├╝rzung der Wirbel ist mit Schmerzen verbunden. Eine Verk├╝rzung des Rumpfes ├Ąu├čert sich h├Ąufig im sogenannten Tannenbaumph├Ąnomen: Die ├╝bersch├╝ssige Haut h├Ąngt herunter und wirft Falten, die an die Zweige einer Tanne erinnern.

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Lebensmittel f├╝r starke Knochen

Greifen Sie bei Mineralwasser zu Sorten mit einem Kalziumgehalt von mehr als 150 Milligramm pro Liter. So decken Sie mit anderthalb Litern etwa ein Viertel Ihres Tagesbedarfs.
Dunkelgr├╝ne Gem├╝sesorten sind nicht nur reich an Kalzium, sondern liefern auch viel Vitamin K. Das Vitamin unterst├╝tzt die Kalziumeinlagerung in die Knochen. Als bestes Knochengem├╝se gilt der Gr├╝nkohl mit mehr als 200 mg Kalzium pro 100 Gramm.
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Zu den typischen Osteoporose-Symptomen z├Ąhlen auch Knochenbr├╝che (Frakturen) bei geringen ├Ąu├čeren Anl├Ąssen, etwa einem an sich harmlosen Sturz. Diese Br├╝che sind darauf zur├╝ckzuf├╝hren, dass die Knochendichte sich bei fortgeschrittenem Krankheitsverlauf schon stark verringert hat. Dann k├Ânnen die Knochen den Belastungen des Alltags nicht mehr standhalten. Knochenbr├╝che treten besonders h├Ąufig an den Wirbelk├Ârpern der Lendenwirbels├Ąule, am Oberschenkelhals und an den Handgelenken auf.

Diagnose: So stellt der Arzt Knochenschwund fest

Bei der Diagnose von Osteoporose ist die Knochendichtemessung, auch Osteodensitometrie genannt, der Goldstandard. Die Messung gibt Aufschluss ├╝ber die Dichte des untersuchten Knochens und hilft, den Knochenschwund fr├╝hzeitig zu erkennen. Die Messung der Knochendichte erfolgt mittels einer R├Ântgenuntersuchung. Die in Deutschland gebr├Ąuchlichste Methode ist die Dual-R├Ântgen-Absorptiometrie (DXA: Dual Energy X-Ray Absorptiometry), bei der der R├Ântgenstrahl durch den Knochen geht. Am Schenkelhals oder an der Wirbels├Ąule wird dabei gemessen, wie gro├č der Anteil der Strahlung ist, die auf der anderen Seite ankommt, und wie viel Strahlung der K├Ârper absorbiert hat.

Struktur eines gesunden Knochens (links) und die Aufl├Âsung der Knochensubstanz bei Osteoporose (Mitte und rechts)
Struktur eines gesunden Knochens (links) und die Aufl├Âsung der Knochensubstanz bei Osteoporose (Mitte und rechts) (Quelle: cosmin4000/getty-images-bilder)

Bei der Messung der Knochendichte mithilfe der DXA-Methode wird der sogenannte T-Wert ermittelt. Er bezeichnet die Abweichung von der durchschnittlichen Knochendichte eines gesunden 30-j├Ąhrigen. Je nachdem, wie weit der Wert des Patienten von diesem Standardwert abweicht, sprechen ├ärzte von verringerter Knochendichte (Osteopenie), bei st├Ąrkerer Abweichung von Osteoporose oder bei vorausgegangenen Br├╝chen von einer manifesten Osteoporose. Sobald die Diagnose feststeht, kann der Arzt mit der Therapie beginnen.

Der Dachverband Osteologie (DVO) empfiehlt je nach Krankheitsverlauf eine Knochendichtemessung im Abstand von zwei bis f├╝nf Jahren. Ist die Osteoporose sehr stark fortgeschritten, sind k├╝rzere Abst├Ąnde von sechs Monaten bis zu einem Jahr bei der Untersuchung sinnvoll.

Knochendichtemessung: Wann ist sie sinnvoll?

Empfohlen wird die Knochendichtemessung f├╝r alle Frauen ab 60 Jahren und f├╝r M├Ąnner ab 70 Jahren, die jeweils bestimmte Risikofaktoren f├╝r Knochenbr├╝che aufweisen. Dazu geh├Âren Rauchen, Untergewicht, h├Ąufige St├╝rze oder vorausgegangene Br├╝che an Armen oder Beinen bei einem eher harmlosen Sturz. Ob eine Knochendichtemessung f├╝r Sie sinnvoll ist, kann Ihr behandelnder Arzt einsch├Ątzen.

Die gesetzlichen Krankenkassen ├╝bernehmen die Kosten f├╝r die Messung ├╝blicherweise nur bei Patienten, die bereits einen verd├Ąchtigen Bruch hatten, der auf Osteoporose hinweist. Seit Januar 2014 gilt jedoch eine neue Richtlinie des Gemeinsamen Bundesausschusses. Demnach kann die Gesetzliche Krankenversicherung die Kosten f├╝r die Untersuchuchung zahlen, wenn der Patient mit Medikamenten gegen Osteoporose therapiert werden soll. Die Planung einer medikament├Âsen Behandlung wird also vorausgesetzt.

Studien zeigen, dass die Messung generell bei Frauen ab der Menopause sinnvoll sein kann. Sie hilft, eine m├Âgliche Osteoporose fr├╝hzeitig zu erkennen. In diesen F├Ąllen m├╝ssen die Patientinnen die Kosten f├╝r die Knochendichtemessung jedoch selbst zahlen.

Weitere Methoden der Knochendichtemessung

Neben der DXA gibt es weitere Verfahren, um Osteoporose zu diagnostizieren und ihren Schweregrad zu bestimmen. Hierzu geh├Âren:

  • R├Ântgen- und Ultraschalluntersuchungen
  • Quantitative Computertomografie (QCT)
  • Periphere quantitative Computertomografie (pQCT)
  • Blutuntersuchungen

Knochendichtewerte und Krankheitsstadium

Sobald eine Diagnose mit Hilfe der Knochendichtemessung erfolgt ist, kann der Grad der Erkrankung bestimmt werden. Die folgenden Tabelle zeigt, welche Werte den verschiedenen Stadien des Knochenschwundes zugeordnet werden:

T-Wert Diagnose / Stadium
0 bis -1 normale Knochenwerte
von -1.0 bis - 2.5 Osteopenie (niedrige Knochenmasse), Vorstadium
< -2.5 Osteoporose (ohne Frakturen)
<-2,5 und Frakturen manifeste Osteoporose (mit Frakturen)


Therapie von Osteoporose: Bisphosphonate

Je nach Schwere der Krankheit m├╝ssen Medikamente oder andere Therapieformen zum Einsatz kommen. Doch nicht alle sind frei von Nebenwirkungen oder Komplikationen. Die Wirkung von Bisphosphonaten ist jedoch eindeutig wissenschaftlich belegt und sie sind die derzeit effektivsten Medikamente zur Behandlung von Osteoporose. Sie werden in Form von Tabletten oder Injektionen angewendet. Bisphosphonate vermindern den Knochenabbau, indem sie von den verantwortlichen Zellen aufgenommen werden und deren Aktivit├Ąt hemmen. Gleichzeitig verbinden sie sich mit den Mineralstoffen im Knochen, sodass nicht zu viel Kalzium herausgel├Âst werden kann.

Weitere Therapieformen, die jedoch mit Komplikationen und Nebenwirkungen verbunden sein k├Ânnen, sind die Knochenzement-Therapie, die Magnetfeldtherapie oder Medikamente wie Selektive ├ľstrogen-Rezeptor-Modulatoren.

Vorbeugen mit der richtigen Ern├Ąhrung

Eine ausgewogene Ern├Ąhrung kann den Knochenaufbau unterst├╝tzen und damit langfristig Osteoporose vorbeugen. Auf dem Speiseplan sollten ausreichend pflanzliche Nahrungsmittel wie Obst und Gem├╝se stehen. Mit Vollkornprodukten k├Ânnen Sie Ihre Mahlzeiten erg├Ąnzen. Fisch und Gefl├╝gel sollten Sie rotem Fleisch vorziehen aber nicht h├Ąufiger als zwei- bis dreimal die Woche.

Lebensmittel mit einem hohen Gehalt an Kalzium gelten grunds├Ątzlich als gut geeignet, um Osteoporose vorzubeugen. Das Mineral ist entscheidend am Knochenaufbau beteiligt. Milchprodukte enthalten besonders viel Kalzium. Die Deutsche Gesellschaft f├╝r Ern├Ąhrung (DGE) empfiehlt Erwachsenen eine t├Ągliche Kalziummenge von 1000 mg. Diese erreicht man bereits zum Beispiel mit 150 ml fettarmer Milch, einem Becher Joghurt (150 g), 2 Scheiben K├Ąse (60 g), einer Portion Brokkoli (200 g) und 500 ml kalziumreichem Mineralwasser. Die DGE empfiehlt, die Nahrungsmittel ├╝ber den Tag zu verteilen, damit der K├Ârper das Spurenelement besser aufnehmen kann. Weitere Lebensmittel mit hohem Kalziumgehalt sind Gem├╝sesorten wie Brokkoli, gr├╝ne Bohnen, Kohlrabi oder Gr├╝nkohl.

Die Einnahme von Kalzium in Form von Nahrungserg├Ąnzungsmitteln ist unter Experten umstritten. Jutta Semmler, Expertin f├╝r Stoffwechselerkrankungen, warnt vor einer erh├Âhten Dosierung: "Zuviel Kalzium bedeutet eine verminderte Phosphat-Aufnahme im Darm, und Phosphat-Mangel schw├Ącht die Muskulatur. Au├čerdem macht viel Kalzium den Stuhlgang fester." Der richtige Tipp lautet hier: Wer sich ausgewogen ern├Ąhrt, nimmt in der Regel gen├╝gend Kalzium ├╝ber die Nahrung zu sich. Ein unbedarfter Griff zu Zusatzpr├Ąparaten ist dann kontraproduktiv. Bevor Sie rezeptfreie Pr├Ąparate einnehmen, sollten Sie daher R├╝cksprache mit Ihrem Arzt halten.

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Ausreichend Vitamin D sorgt daf├╝r, dass der K├Ârper das Kalzium ├╝berhaupt aufnehmen kann. ├ťber die Nahrung ist es jedoch nur schwer m├Âglich gen├╝gend Vitamin D zu sich zu nehmen, auch wenn es beispielsweise in gro├čen Mengen in Fisch enthalten ist. Der K├Ârper kann Vitamin D auch selbst produzieren. Daf├╝r ben├Âtigt die Haut allerdings Sonnenlicht. Gehen Sie deshalb regelm├Ą├čig spazieren.

Diese Nahrungsmittel sollten Sie vermeiden

Es funktioniert aber auch andersherum: Indem Sie auf bestimmte Lebensmittel verzichten oder diese nur in Ma├čen zu sich nehmen, k├Ânnen Sie ebenfalls Ihr Osteoporose-Risiko senken. Der ├╝berm├Ą├čige Verzehr von Salz, Koffein, Zucker und phosphathaltigen Lebensmitteln, zum Beispiel Lachs, Schmelzk├Ąse, N├╝ssen oder alkoholischen Getr├Ąnken sollte vermieden werden. Sie k├Ânnen Knochen und Gelenken schaden.

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte ├ärzte. Die Inhalte von t-online k├Ânnen und d├╝rfen nicht verwendet werden, um eigenst├Ąndig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.
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