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Fettleber: Symptome, Ursachen, Behandlung

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Unspezifische Symptome  

Fettleber: Anzeichen, Ursachen, Behandlung

11.06.2018, 08:35 Uhr | het, lk, t-online.de

Fettleber: Symptome, Ursachen, Behandlung. Eine Fettleber kann die Folge falscher Ernährung sein. (Quelle: Getty Images/Dr_Microbe)

Eine Fettleber kann die Folge falscher Ernährung sein. (Quelle: Dr_Microbe/Getty Images)

Millionen Menschen in Deutschland haben laut Deutscher Leberhilfe e. V. eine Fettleber und merken es nicht – Tendenz steigend. Die Einlagerung von Fett in der Leber verläuft aber zunächst ohne erkennbare Symptome. Lesen Sie hier, was die Ursachen einer Fettleber sein können und welche Symptome auf eine Erkrankung hinweisen.

Was ist eine Fettleber?

Bei einer Fettleber (Steatosis hepatis) handelt es sich um eine Erkrankung, bei der es zur vermehrten Ablagerung von Fett in den Leberzellen kommt. Dadurch wird die Funktion der Leber eingeschränkt. Ist das wichtige Organ in seiner Funktion gestört, kann das den ganzen Stoffwechsel des Körpers beeinflussen. Denn die Leber filtert krankmachende Substanzen aus dem Blut, speichert Vitamine und verarbeitet Energie. Im schlimmsten Fall kann es zu einer lebensgefährlichen Leberzirrhose kommen.

Ursachen: Fettleber durch zu viel Fett und Zucker

Häufige Ursache für eine Fettlebererkrankung ist übermäßiger Alkoholkonsum (alkoholische Fettleber). Alkohol wird in der Leber unter anderem in Fettsäuren umgewandelt und eingelagert. Langfristig verfettet die Leber dadurch.

Ist nicht Alkohol der Grund für die Leberverfettung, wird von einer "nicht-alkoholischen Fettleber" gesprochen. Dann ist meist eine sehr fett- und zuckerreiche Ernährung und das daraus resultierende Übergewicht die Ursache. Werden dem Körper mehr Kalorien zugeführt, als er verbraucht, speichert die Leber den Energieüberschuss in Form von Fett und lagert es ein. Die nichtalkoholische Fettleber ist nach Angaben der Deutschen Leberhilfe inzwischen die häufigste Lebererkrankung in Deutschland. 

Eine Hepatitisinfektion oder bestimmte Medikamente, die zu einer vermehrter Einlagerung von Fett in die Leberzellen führen, können ebenfalls Ursache einer Fettleber sein. Darüber hinaus gehört Diabetes zu den Risikofaktoren, da der erhöhte Blutzucker die Bildung von Fett in der Leber begünstigt. 

Unspezifische Symptome der Fettleber

Lebererkrankungen: Diese Warnzeichen ernst nehmen. (Quelle: Lebererkrankungen: Diese Warnzeichen ernst nehmen. (Quelle: "Das Leber-Buch" der Deutschen Leberstiftung)

Eine Fettlebererkrankung zu erkennen, ist oft heikel, denn die Leber hat keine Schmerzrezeptoren. Das Organ verfettet, ohne dass der Betroffene etwas davon merkt. Erst wenn sich die Leber vergrößert und schwerer wird, können erste Symptome auftreten. Der Erkrankte leidet an Appetitlosigkeit, Blähungen und Völlegefühl, fühlt sich schlapp und müde. Vereinzelt weisen auch Übelkeit und ein Druckgefühl auf der rechten Seite des Oberbauchs auf eine kranke Leber hin. Tückisch ist jedoch, dass diese Anzeichen unspezifisch sind und sie daher leicht mit einer anderen Erkrankung verwechselt werden. Ein besonders typisches Symptom einer Lebererkrankung ist eine Gelbfärbung der Haut oder der Augen. 

Diagnose: Woran erkennt man eine Fettleber?

Vom Arzt entdeckt wird eine Fettleber meist zufällig. Gut erkennbar ist eine vergrößerte Leber in einer Ultraschalluntersuchung. Aber auch durch die Überprüfung der Leberwerte im Blut können krankhafte Veränderungen erkannt werden. Eine sichere Methode, um eine Fettleber zu erkennen, ist eine Biopsie. Dabei wird eine Gewebeprobe entnommen, die im Labor auf Fetteinlagerungen in den Leberzellen untersucht wird. Doch es geht auch ohne Eingriff: Mittels Kernspintomografie (MRT) lässt sich der Fettgehalt der Leber genauso präzise bestimmen.

Mögliche Folgen: Fettleber oft unterschätzt

Da eine Fettleber oft als Begleiterscheinung von Übergewicht auftritt, werden die möglichen fatalen Folgen immer wieder unterschätzt. So kann es zur Entzündung des Organs kommen. Die Diagnose ist dann eine so genannte Fettleberhepatitis. Wird diese nicht früh genug oder nicht richtig diagnostiziert, besteht die Gefahr einer Leberzirrhose. Dabei sterben die Leberzellen ab, sie vernarbt und schrumpft, bis sie schließlich ihre Funktion nicht mehr erfüllt. Eine weitere Folge einer Fettleberentzündung kann Leberkrebs sein.

Um eine Leberverfettung rechtzeitig zu erkennen, sollten regelmäßige Untersuchungen beim Arzt eingeplant werden. Auch andere Lebererkrankungen bleiben oft unentdeckt, weil meist keine Symptome auftreten. Die Deutsche Leberstiftung bietet deshalb einen Selbsttest an, bei dem Sie Fragen beantworten müssen. So erhalten Sie hilfreiche Anhaltspunkte, ob bei Ihnen eine Lebererkrankung vorliegt.

Behandlung: Fettleber abbauen durch gesunde Ernährung und Bewegung

Eine effektive medikamentöse Behandlung einer Fettlebererkrankung ohne Nebenwirkungen gibt es noch nicht. Die beste Maßnahme ist, die eigene Lebensweise zu ändern und das Gewicht zu reduzieren. Denn das Organ kann sich wieder vollständig erholen, wenn bei einer Leberverfettung rechtzeitig gehandelt wird. Eine spezielle Diät ist nicht nötig, Sie sollten aber auf eine ausgewogene Ernährung achten: Wenig gesättigte Fette (diese sind meist tierischen Ursprungs), Vollkornprodukte, Gemüse und Obst. Außerdem hilft viel Bewegung, um das Fett in der Leber nach und nach abzubauen. 

Hat übermäßiger Alkoholkonsum zur Fettleber geführt, muss ganz auf Alkohol verzichtet werden. Nur so ist es möglich, dass sich die Leber wieder regeneriert. Bereits 0,75 Liter Bier und 300 Milliliter Wein gelten für Männer als leberschädigend, bei Frauen gilt sogar schon die Hälfte dieser Menge als schädlich für das Organ. 

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 (Quelle: t-online.de)WICHTIGER HINWEIS:
Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online.de können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.


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