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Multiple Sklerose und Beruf vereinbaren: So gelingt es

Multiple Sklerose und Beruf vereinbaren: So gelingt es

11.02.2013, 10:10 Uhr | se (CF)

Multiple Sklerose und Beruf vereinbaren: So gelingt es. Multiple Sklerose: Klären Sie Arbeitgeber und Kollegen über die Krankheit auf (Quelle: imago images/Blickwinkel)

Multiple Sklerose: Klären Sie Arbeitgeber und Kollegen über die Krankheit auf (Quelle: Blickwinkel/imago images)

Die Diagnose Multiple Sklerose und ein erfüllendes Berufsleben müssen einander nicht ausschließen. Um beides miteinander zu vereinbaren, sollten Betroffene möglichst offen mit ihrer Erkrankung umgehen. So lassen sich gemeinsam mit dem Arbeitgeber Lösungen finden, die MS-bedingten Einschränkungen im Arbeitsalltag zu berücksichtigen. Auch der Umgang mit Kollegen fällt so deutlich leichter.

Für mehr Verständnis: Offen mit der Krankheit umgehen

Der Beruf stellt für die meisten Menschen eine wichtige Säule in ihrem Leben dar – sowohl für die Selbstbestätigung als auch für soziale Kontakte. Obwohl die Diagnose Multiple Sklerose vielerlei Einschränkungen für Betroffene bedeutet, müssen sie ihre Karriere nicht vollends aufgeben. Wichtig ist, dass MS-Erkrankte das Thema offen ansprechen und Verständnis für die Krankheit bei Arbeitgeber und Kollegen schaffen. Ansonsten wird niemand verstehen, warum Sie als Betroffener plötzlich immer wieder mal Meetings verschwitzen oder Gesprächen nicht mehr folgen können.

Wer seine Kollegen über die krankheitsbedingt nachlassenden kognitiven und koordinativen Fähigkeiten sowie über häufige Müdigkeit aufklärt, darf hingegen mit Verständnis rechnen. Gemeinsam mit dem Arbeitgeber lassen sich zudem Vereinbarungen treffen, wie sich der Arbeitsalltag für beide Seiten optimal gestalten lässt.

Was ist Multiple Sklerose?

Multiple Sklerose ist eine Autoimmunerkrankung, die das Gehirn, Rückenmark und Sehnerven betrifft. Autoimmun bedeutet, dass die Abwehrzellen des Körpers körpereigene, gesunde Zellen angreifen und so Entzündungen hervorrufen. Die Folge sind Sehstörungen, Schmerzen oder gar Lähmungen. Die Entzündungen sind nicht dauerhaft, sondern schubweise. Das bedeutet, dass die Verlaufsform der Krankheit bei jedem Menschen unterschiedlich sein kann. Wie Dr. med. Felicitas Witte gegenüber netdoktor.de erklärt, verläuft die Krankheit bei 90 bis 95 Prozent der Erkrankten schubweise. Bei 30 bis 40 Prozent wird die Krankheit nach einiger Zeit kontinuierlich schlimmer, ohne das jedoch weitere Schübe auftreten. Bei wenigen Patienten verläuft die Krankheit von Anfang an ohne Schübe und verschlechtert sich zunehmend. (Alzheimer-Eiweiß gegen Multiple Sklerose)

lifestyle.t-online.de: Zehn Anzeichen für Multiple Sklerose

Multiple Sklerose und Beruf: Arbeitsalltag neu gestalten

Wer an Multipler Sklerose erkrankt ist, muss über kurz oder lang Einschränkungen im Berufsleben akzeptieren, die mit fortschreitendem Verlauf der Krankheit zunehmen werden. In enger Zusammenarbeit mit dem Arbeitgeber lassen sich allerdings Wege finden, den Berufsalltag entsprechend anzupassen. Vereinbaren Sie beispielsweise Gleitzeit, um Ihre Arbeitskraft zu den Tageszeiten einzubringen, an denen Sie besonders leistungsfähig sind. 

Können Sie aufgrund der Symptome der Multiplen Sklerose bestimmte Aufgaben nicht mehr wahrnehmen, beispielsweise die Arbeit an schweren Maschinen oder durch Stress geprägte Tätigkeiten, fragen Sie Ihren Arbeitgeber nach Umschulungsmöglichkeiten. So können Sie Ihr Wissen und Ihre Erfahrung an anderer Stelle einbringen. Wichtig ist, dass die Arbeit Sie nicht überfordert und Sie Ihre eigene Leistungsgrenze erkennen und akzeptieren. (Richtige Ernährung bei Multipler Sklerose: Worauf achten?)

Beratungsstellen helfen bei Problemen

Die Erfahrungen zeigen, dass viele Arbeitgeber dazu bereit sind, Mitarbeiter, die an Multipler Sklerose leiden, zu unterstützen, um es ihnen zu ermöglichen, Krankheit und Beruf miteinander zu vereinbaren. Von großem Vorteil ist hierbei vor allem der offene Umgang mit der Krankheit. Sollte es dennoch zu Schwierigkeiten kommen, empfiehlt es sich, den Betriebsrat oder auf MS spezialisierte Beratungsstellen aufzusuchen. Auch die Landesverbände der Deutschen Multiple Sklerose Gesellschaft (DMSG) sind in diesem Zusammenhang eine geeignete Anlaufstelle. (Medikamentöse Therapie bei Multipler Sklerose)

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online.de können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.

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