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Herzinfarkt-Behandlung: Jede Minute zählt

"Goldene erste Stunde"  

Herzinfarkt-Behandlung: Jede Minute zählt

14.02.2013, 16:01 Uhr | ls (CF)

Herzinfarkt-Behandlung: Jede Minute zählt. Herzinfarkt: Schnelles Handeln erhöht die Überlebenschancen (Quelle: imago images/INSADCO)

Herzinfarkt: Schnelles Handeln erhöht die Überlebenschancen (Quelle: INSADCO/imago images)

Für die erfolgreiche Behandlung eines Herzinfarkts ist vor allem die erste Stunde von entscheidender Bedeutung. Hier wird die Grundlage für die weitere Therapie durch Experten im Krankenhaus gelegt, wo Patienten mithilfe eines Herzkatheters, einer Thrombolyse oder auch einem operativen Eingriff behandelt werden, um die Herzkranzgefäße wieder zu öffnen.

"Goldene erste Stunde" wichtig für Behandlungserfolg

Damit die Therapie eines Herzinfarkts erfolgreich verläuft, ist schnelles Handeln wichtig. Die Überlebenschancen steigen rapide, je schneller professionelle Hilfe vor Ort ist. Sobald Sie bei sich oder einer anderen Person Anzeichen eines Herzinfarktes feststellen, sollten Sie umgehend den Notruf (112) alarmieren. Mögliche körperliche Schäden, die innerhalb der ersten Stunde des Infarkts auftreten, sind in der Regel behandelbar, so das Gesundheitsportal med.de. Nach sechs Stunden sind sie hingegen zumeist irreversibel.

Bis zum Eintreffen der Rettungskräfte sollten Sie einen Herzinfarktpatienten mit leicht erhöhtem Oberkörper lagern, einengende Kleidung entfernen, damit das Herz entlastet wird, beruhigend auf ihn einwirken und den Kreislauf kontrollieren. Wenn der Patient das Bewusstsein verliert, sollten Sie ihn auf den Rücken legen und beatmen. Bei einem Herzstillstand sollten Sie sofort mit einer Herzmassage beginnen.

Die Deutsche Herzstiftung rät auf ihrer Internetseite dringend davon ab, den Patienten selbst in die Klinik zu fahren. Sie sollten unbedingt vor Ort auf den Rettungsdienst beziehungsweise den Notarzt warten. Nur so geht keine kostbare Zeit verloren, da der Patient während der Fahrt zum Krankenhaus medizinisch versorgt und überwacht werden kann und die Rettungskräfte schon die entsprechenden Behandlungsmaßnahmen einleiten können.

Herzinfarkt: Therapiemaßnahmen im Krankenhaus

Erreicht der Herzinfarktpatient das Krankenhaus, versuchen Ärzte, so schnell wie möglich die verschlossenen Herzkranzgefäße wieder zu öffnen. Laut Berufsverband Deutscher Internisten e. V. (BDI) kommen hierbei vor allem zwei Behandlungsmethoden in Betracht. Die eine besteht daraus, dass die Ärzte versuchen, mit einem Herzkatheter den Blutfluss wieder zu ermöglichen. Ein gleichzeitig eingeführter Ballon dehnt das Herzkranzgefäß. Nicht selten kommt ein Metallröhrchen – ein sogenannter Stent – zum Einsatz und sorgt dafür, dass sich das Gefäß nicht wieder verschließen kann.

Bei der Thrombolyse – kurz Lyse genannt – verabreichen die Ärzte hingegen einen Wirkstoff, der das Blutgerinnsel auflösen soll, das für den Gefäßverschluss verantwortlich ist. Dieses Verfahren wird auch bei Schlaganfällen angewendet. Ein operativer Eingriff kommt hingegen meist erst dann in Betracht, wenn der akute Herzinfarkt abgeklungen ist.

Weiterer Therapieverlauf

Anschließend bleibt der Herzinfarktpatient für die weitere Behandlung auf der Intensivstation, damit eine ständige Kontrolle von Herzrhythmus und Kreislauf gewährleistet ist. Ist der Herzinfarkt abgeklungen, kann unter Umständen ein operativer Eingriff folgen. Eine sogenannte Bypass-Operation kann beispielsweise dann notwendig sein, wenn sich die betroffenen Gefäße nicht wieder öffnen lassen. Die irreversiblen Gefäßverengungen werden mithilfe von Umleitungen umgangen, um einen ungestörten Blutstrom zu ermöglichen.

Um einem erneuten Herzinfarkt vorzubeugen, folgt im Anschluss eine weitere Behandlung mit Medikamenten. So soll der Einsatz von blutverdünnenden Wirkstoffen wie Acetylsalicylsäure Blutgerinnseln vorbeugen. Statine beeinflussen den LDL-Cholesterinspiegel positiv. Betablocker helfen, Herzrhythmusstörungen zu vermeiden, während ACE-Hemmer vor allem für die Therapie von herzschwachen Patienten wichtig sind.

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online.de können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.

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