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Magersucht bei Männern: Kein Sonderfall

Magersucht bei Männern: Kein Sonderfall

13.03.2013, 10:17 Uhr | fb (CF)

Lange Zeit war Magersucht bei Männern ein Tabu – im allgemeinen Bewusstsein waren nur Frauen von der Essstörung betroffen. Diese Einstellung hat sich jedoch seit einiger Zeit geändert und Studien zeigen, dass auch ein deutlicher Prozentsatz an Männern an Essstörungen leidet.

Immer mehr Männer mit Anorexie

In den letzten zehn Jahren hat sich eine Vielzahl an Studien mit Magersucht bei Männern beschäftigt. Experten kamen zu dem Schluss, dass etwa jeder zehnte Essgestörte aus der Risikogruppe der 10- bis 25-Jährigen männlich ist, schreibt die AOK in einem Beitrag zu Essstörungen. Dabei wurde auch deutlich, dass die Zahl der magersüchtigen Männer immer stärker zunimmt. Insgesamt sollen allein in Deutschland fünf Millionen Männer und Frauen von Essstörungen betroffenen sein, wozu insbesondere Magersucht und Bulimie zählen. (Welche Ursachen führen zu Magersucht bei Jugendlichen?)

Ursachen von Magersucht bei Männern

Doch worin lassen sich die Ursachen der Magersucht bei Männern und Jungen finden? Nicht nur Frauen, sondern auch Männern sind einem Schönheitsideal unterworfen – Muskeln und ein Waschbrettbrauch sollen es heute sein, was sich zu einem Adonis-Komplex entwickeln kann. Dementsprechend sind es Vorbilder wie Muskelprotze oder Sportskanonen, an denen sich Jungen in ihrer Körperwahrnehmung orientieren. (So erkennen Sie eine Essstörung bei Jugendlichen)

Doch auch das Spannungsverhältnis von durchsetzungsfähig und einfühlsam, von Erfolg im Berufsleben und einem erfüllten Privatleben kann Essstörungen hervorrufen – denn die Geschlechterrollen sind heute anders als früher und verunsichern insbesondere Jugendliche.

Schwerer Umgang mit der "Frauenkrankheit"

Im Gegensatz zu Frauen tun sich Männer aktuell jedoch noch deutlich schwerer damit, Essstörungen gemeinsam zu verarbeiten oder professionelle Hilfe zu suchen: "Frauen können mit anderen Frauen direkt oder indirekt über ihre Krankheit kommunizieren – ein Mann hingegen spricht darüber nicht, weil es für ihn mit sehr viel Scham besetzt ist, von einer "Frauenkrankheit" betroffen zu sein", so der MDR in einem Beitrag zum Thema. Das liegt aber auch daran, dass Frauen schon längere Zeit mit der Essstörung umgehen und es somit ein Netz an Gruppen- oder Einzeltherapie gibt, an das sich Männer nicht herantrauen. (Magersucht bei Kindern und Jugendlichen vorbeugen)

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online.de können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.

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