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Bulimie: Was steckt hinter der Ess-Brech-Sucht?

Bulimie: Was steckt hinter der Ess-Brech-Sucht?

25.03.2013, 11:55 Uhr | th (CF)

Charakteristisch für das Krankheitsbild der Bulimie sind unkontrollierte Heißhungerattacken und Essanfälle. Meist folgt darauf ein absichtliches Erbrechen, da die Betroffenen große Angst vor einer Gewichtszunahme haben. Daher wird die Bulimie auch Ess-Brech-Sucht genannt.

Heißhunger und Erbrechen prägen das Krankheitsbild

Bulimiekranke haben panische Angst, an Gewicht zuzunehmen und damit ihrem eigenen, meist unrealistischen Schlankheitsideal nicht zu genügen. Oft stecken psychische Ursachen dahinter. Das Erbrechen dient dabei laut der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) anfangs oft als Diätmethode. Immer häufiger kommt es jedoch in der Folge zu Heißhunger und Essattacken, bei denen die Betroffenen die süßen und fettigen Nahrungsmittel in sich hineinstopfen, die sie sich aus Furcht vor Gewichtszunahme sonst nicht gönnen.

Oft treten diese Essattacken mehrmals wöchentlich auf. Anschließend erbrechen sich viele Betroffene, um die aufgenommenen Kalorien wieder loszuwerden. Laut der BZgA tun dies jedoch nicht alle Bulimiker: Während der "Purging-Typ" (deutsch etwa: Abführungs-, Entfernungstyp) erbricht, Abführmittel oder andere Medikamente einnimmt, hungert der "Non-Purging-Typ" zwischen den Essanfällen oder treibt exzessiv Sport. (Bulimie behandeln: Mögliche Therapien)

Ess-Brech-Sucht: Betroffene führen ein Doppelleben

Problematisch für Freunde und Angehörige ist, dass sich das Krankheitsbild meist erst spät offenbart. Menschen, die an der Ess-Brech-Sucht leiden, führen oft ein Doppelleben. Nach außen sind sie kontrolliert und gut organisiert, nehmen nur gesunde Nahrung zu sich und kennen sich mit Nährwerten und Kalorien gut aus. Meist sind Bulimiekranke auch normalgewichtig. Für ihre heimlichen Essattacken und das darauf folgende Erbrechen oder Hungern schämen sich die Betroffenen so sehr, dass sie sich meist für lange Zeit niemandem offenbaren. (Bulimie: Folgen der Krankheit)

lifestyle.t-online.de: Magersucht und Bulimie betreffen nicht nur Jugendliche

Wie verbreitet ist Bulimie?

Laut der "Apotheken-Umschau" ist nicht genau bekannt, wie viele Menschen unter Bulimie leiden. Viele Betroffene verheimlichen ihre Krankheit so lange, dass genaue Aussagen schwer zu treffen sind. Als sicher gilt jedoch, dass wesentlich mehr Frauen als Männer an der Ess-Brech-Sucht leiden. Typisch für das Krankheitsbild ist, dass meist Frauen zwischen 15 und etwa 30 Jahren betroffen sind. Der Caritasverband der Erzdiözese München und Freising zitiert hierzu auf seiner Internetseite eine internationale Studie, wonach etwa zwei bis fünf Prozent aller Frauen in dieser Altersgruppe an Bulimie erkranken. Wie die BZgA mitteilt, tritt Bulimie zum ersten Mal meist zwischen einem Alter von 16 und 19 Jahren auf, selten vor dem 14. Lebensjahr.

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online.de können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.

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