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Magersucht erkennen: Symptome und Anzeichen

Magersucht erkennen: Symptome und Anzeichen

11.04.2013, 12:50 Uhr | tl (CF)

Magersucht erkennen: Symptome und Anzeichen. Magersucht ist eine gefährliche Erkrankung (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Magersucht: viele Betroffene glauben, sie würden zu viel wiegen (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Vor allem am charakteristischen Gewichtsverlust bei ansonsten gesunden Menschen lässt sich eine Magersucht erkennen. Das Untergewicht geht oft mit weiteren Symptomen einher. Wer Anzeichen von Magersucht bei Menschen im eigenen Umfeld beobachtet, ist sich oft nicht sicher, wie er helfen kann. Es ist jedoch wichtig, nicht wegzuschauen – denn Magersucht kann auch tödlich enden.

Anzeichen für Magersucht: Starker Gewichtsverlust

Ein deutliches Anzeichen für eine Erkrankung an Magersucht ist laut dem Gesundheitsportal "lifeline.de" ein absichtliches Abmagern auf weniger als 85 Prozent des Durchschnittsgewichts. Gleichzeitig leugnen Magersüchtige meist, dass sie Untergewicht haben. Im Gegenteil: Die meisten Betroffenen haben eine verzerrte Körperwahrnehmung und glauben, zu dick zu sein - gleichgültig, wie viel sie schon an Gewicht verloren haben.

Typisch ist ständige Kritik am eigenen Erscheinungsbild. Experten sprechen dabei von einer Körperschemastörung. Meist ist diese nur auf das Selbstbild bezogen, während Betroffene die Figur und das Gewicht anderer Menschen realistisch einschätzen können. Auch daran lässt sich Magersucht erkennen.

Magersüchtige machen viele Diäten, kontrollieren ihr Gewicht extrem häufig und verändern mit der Zeit dauerhaft ihr Essverhalten, indem sie sehr wenig und kalorienarm essen. Manchmal werden Mahlzeiten komplett ausgelassen mit der Begründung, man habe schon gegessen oder sei nicht hungrig. Manche Betroffene zeigen auch Symptome der Bulimie und erbrechen ihr Essen anschließend wieder.

Weitere körperliche und psychische Symptome

Der starke Gewichtsverlust hinterlässt Spuren am Körper. Besonders an Haaren, Haut und Fingernägeln von Betroffenen lassen sich Symptome der Magersucht erkennen. Oft leiden Magersüchtige unter starkem Haarausfall oder brüchigen Nägeln. Die Haut wirkt außerdem meist extrem trocken. Da das Körperfett stark abgebaut ist, frieren Magersüchtige leicht, oft ist auch ihre Körpertemperatur niedriger als üblich. Eine Folge: Der Hormonhaushalt gerät durcheinander. Bei Frauen ist zum Beispiel das Ausbleiben der Regelblutung ein Anzeichen dafür. (Folgen von Magersucht: Schäden durch Mangelversorgung)

Auch psychische Symptome gibt es: Fast alle Gedanken der Betroffenen kreisen um das Essen und ihr Körpergewicht. Während eine Gewichtsabnahme ein Gefühl des Triumphes auslöst, kann eine Zunahme zu Panik und Selbstvorwürfen führen. Nicht selten erkranken Magersüchtige im Lauf der Zeit an einer Depression.

Magersucht erkennen und Betroffenen helfen

Magersucht ist eine ernsthafte Erkrankung und kann in Extremfällen auch tödlich enden. Daher gilt: Je früher Eltern und Angehörige die Magersucht erkennen, desto besser sind die Therapieaussichten. Stellen Sie bei Familienangehörigen die typischen Anzeichen fest, sollten Sie aufmerksam darauf achten, ob es sich nur um eine vorübergehende Phase oder um eine dauerhafte Essstörung handelt.

Das Gesundheitsportal "onmeda.de" empfiehlt, offen darüber zu sprechen, wenn Sie zum Beispiel der Gewichtsverlust Ihres Kindes beunruhigt. Ratschläge wie: "Iss doch ein bisschen mehr!" oder ein lapidares: "Du bist doch nicht zu dick!" reichen jedoch nicht aus und führen nur dazu, dass Betroffene sich noch mehr zurückziehen.

Suchen Sie frühzeitig den Kontakt zu Ärzten und Selbsthilfegruppen - Fachleute können den Betroffenen oft besser als nahestehende Personen deutlich machen, dass ihr Verhalten nicht normal sondern sehr gefährlich ist.

In allen Bundesländern und fast jeder größeren Stadt gibt es spezielle Beratungsangebote, die Sie auch online erreichen. Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) führt in ihrem Online-Angebot ebenfalls eine Liste mit Kontaktadressen zum Thema Magersucht auf.

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online.de können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.

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