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Schweinebandwurm-Infektion: Vorsicht vor rohem Fleisch

Eklige Krankheit  

Schweinebandwurm-Infektion: Vorsicht vor rohem Fleisch

12.07.2013, 11:23 Uhr | ps (CF)

Schweinebandwurm-Infektionen sind vor allem in Ländern wie Afrika, Asien, Mittel- und Südamerika verbreitet, in denen es keine geregelten Schlachttier-Untersuchungen gibt und die hygienischen Bedingungen häufig schlecht sind. Zu einer Übertragung vom Schwein auf den Menschen kommt es durch die orale Aufnahme von Eiern oder Larven in rohem Schweinefleisch.

Zystizerkose: Ursache einer Schweinebandwurm-Infektion 

Auslöser einer Schweinebandwurm-Infektion, also die Zystizerkose beim Tier, sind die Eier von Bandwürmern, die andere Träger des Parasits ausscheiden. Sie gelangen über die Fäkalien auf Weideflächen und in Futtermittel – und somit in den Magen-Darm-Trakt des Schweins. Nach der Übertragung schlüpfen im Dünndarm des neuen Wirts aus diesen Eiern Larven, die sich durch die Darmwand bohren und in den Blutkreislauf gelangen. Von hier aus wandern sie in die Muskulatur des Organismus und bilden dort eine sogenannte Finne oder Zystizerkus.

Laut dem Medizin-Portal "onmeda.de" handelt es sich hierbei um eine verkapselte Larvenform. In einer erbsengroßen flüssigkeitsgefüllten Blase entwickelt sich bereits der Kopf des Schweinebandwurms, der im ausgewachsenen Stadium vier Saugnäpfe und zwei Hakenkränze aufweist, mit denen sich der Parasit an der Darmschleimhaut festklammern kann. Bis die Finne zum drei bis fünf Meter langen Schweinebandwurm ausgereift ist, können mehrere Wochen vergehen.

Übertragung auf den Menschen

Noch bevor es so weit ist, kommt das Schwein in der Regel auf die Schlachtbank. Sind die hygienischen Bedingungen im Mastbetrieb mangelhaft, gerät das infizierte Schweinefleisch in den Umlauf. Verzehrt ein Mensch dieses Fleisch roh, gelangen die Finnen in seinen Darm. Die Folge: eine Schweinebandwurm-Infektion. 

Sobald der Bandwurm geschlechtsreif ist, kann er Eier produzieren, welche die infizierte Person über den Stuhl ausscheidet. Gelangen diese wiederum über den Mund in den Darm, schließt sich der Übertragungskreislauf. Eine Schweinebandwurm-Infektion kann also auf mangelnde Hygiene im privaten Bereich oder bei der Tierhaltung zurückgehen. In Ländern mit strengen Lebensmittelkontrollen und guter ärztlicher Versorgung ist die Übertragungsgefahr von Schweinebandwurm-Infektionen relativ gering und die Diagnosemöglichkeiten sind ausgereift.

Vorsicht vor rohem Schweinefleisch!

Dennoch sollten Sie sich nach jedem Toilettengang sorgfältig die Hände waschen und auf den Verzehr von rohem Schweinefleisch verzichten. Sowohl ein ausgewachsener Bandwurm, als auch dessen Larven können einen erheblichen Schaden in der Muskulatur, im Gehirn und dem Nervensystem anrichten.

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online.de können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.

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