Sie sind hier: Home > Gesundheit > Krankheiten & Symptome >

Schweinebandwurm: Symptome des Parasitenbefalls

Gefährliche Infektion  

Schweinebandwurm: Symptome des Parasitenbefalls

12.07.2013, 11:52 Uhr | md (CF)

Wer erste Bandwurm-Symptome bei sich feststellt, sollte unbedingt einen Arzt konsultieren. Zwar löst ein ausgewachsener Schweinebandwurm beim Menschen lediglich Beschwerden ähnlich denen einer Magen-Darm-Infektion aus, gelangen die Eier jedoch in den menschlichen Organismus, drohen unter anderem Gehirnschädigungen und Lähmungen.

Leichte Schweinebandwurm-Symptome: Übelkeit und Erbrechen

Im günstigsten Falle verläuft eine Infektion mit dem Schweinebandwurm unbemerkt oder wird mit einer vergleichsweise harmlosen Magen-Darm-Infektion verwechselt. Laut den Experten des Fachportals "onmeda.de" verlieren Betroffene häufig den Appetit, müssen erbrechen und leiden unter Übelkeit. Auf Dauer führen die Magen-Darm-Probleme zu einem erheblichen Gewichtsverlust. Auch Muskelschmerzen, Fieber und ein allgemeines Krankheitsgefühl können die Folge sein.

Ein ärztliches Anamnesegespräch und eine Stuhluntersuchung können Aufschluss darüber liefern, ob sich ein Parasit oder – schlimmer noch – dessen Eier in Ihrem Körper angesiedelt haben. Die leichten Bandwurm-Symptome unterscheiden sich nämlich erheblich von den Beschwerden, die auftreten, wenn man die Eier des Bandwurms aufgenommen hat.

Zystizerkose: Schwere Symptome der Schweinebandwurm-Infektion

Gelangen die Eier aufgrund mangelnder Hygiene über den Mund in den Darm, sprechen Mediziner von einer Zystizerkose. Bei diesem Krankheitsbild treten deutlich stärkere Bandwurm-Symptome auf: Nachdem sich aus den Eiern des Schweinebandwurms Larven gebildet haben, bohren sich diese durch die Darmwand und gelangen in den Blutkreislauf. Dann bilden sich sogenannte Finnen. Das sind Bandwurmlarven, die sich im Gehirn, Bindegewebe und in der Muskulatur festsetzen.

Schwere Folgen einer Infektion

Bandwurm-Symptome einer Zystizerkose sind für den Menschen sehr gefährlich. Laut dem Gesundheitsportal der AOK besteht das Risiko von Krampfanfällen, eines Schlaganfalls und einer Entzündung der Hirnhaut oder des Gehirns. In der Folge können auch epileptische Anfälle, Lähmungen oder gar neurologische Ausfälle sowie kognitive Beeinträchtigungen wie Seh- und Sprachstörungen auftreten.

Die Finnen des Schweinebandwurms können darüber hinaus den Herzmuskel und die Skelettmuskulatur schädigen. Im Zweifel bedeutet dies: Querschnittslähmung. Zwar hat sich dank großer Fortschritte im Bereich der Diagnostik die Prognose für Patienten deutlich verbessert, dennoch beträgt die Sterblichkeitsrate unbehandelter Fälle laut einigen Studien etwa 50 Prozent. 

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online.de können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.

Liebe Leserinnen und Leser,

Leider können wir Ihnen nicht zu  allen Artikeln einen Kommentarbereich zur Verfügung stellen. Mehr dazu erfahren Sie in der Stellungnahme der Chefredaktion.

Eine Übersicht der aktuellen Leserdebatten finden Sie hier.

Gerne können Sie auch auf Facebook und Twitter zu unseren Artikeln diskutieren.

Ihr Community-Team

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail

Anzeige
15,- € Gutschein für Sie - nur bis zum 22.09.2019
bei MADELEINE

shopping-portal