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Gesundheit: Was hilft wirklich bei Erkältung?

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Was hilft wirklich bei Erkältung?

19.12.2005, 09:24 Uhr

Schnupfen, Husten, Kopfschmerzen: Wer bei einer Erkältung unter mehreren Symptomen leidet, greift gerne zu Kombinationspräparaten, die gleich alles Leiden lindern sollen. Doch Experten kritisieren die Kombimittel als "therapeutischen Unfug". Laut Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte wird sogar erwogen, die Kombimittel zu verbieten.

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Schnief, Hatschi - Gesundheit. Fast zu jeder Jahreszeit kann einen der Schnupfen erwischen. Sprays und sogar Tabletten versprechen Linderung. Welche Schadstoffe diese Mittel enthalten, hat die Zeitschrift "Öko-Test" für ihre November-Ausgabe untersucht. Die Tester prüften im Labor 103 Präparate. Das Ergebnis ist zweigeteilt: Fast jedes dritte Medikament schnitt sehr gut ab. Aber 43 Produkte fielen mit der Note "Mangelhaft" oder "Ungenügend" durch.

Konservierungsstoffe im Nasenspray

Einige Präparate enthalten den Konservierungsstoff Benzalkoniumchlorid, der auch in Reinigungsmitteln wie Sagrotan verwendet wird. Laut "Öko-Test" kann der Stoff die Nasenschleimhaut für immer schädigen. Diese Schnupfenmittel enthalten Benzalkoniumchlorid: "Nasic Nasenspray", "Nasivin Dosierspray für Erwachsene und Schulkinder", "Olynth Schnupfen Dosierspray 0,05 %" und "Rhinospray plus bei Schnupfen".

Allergiemittel als Schnupfentablette

Die "Rhinopront Kombi Tabletten" von Pfizer können unnötige Nebenwirkungen wie Herzrasen und Schlafstörungen hervorrufen. Außerdem enthalten sie ein Anthistaminikum (Anti-Allergiemittel). Laut "Öko-Test" ist dieser Wirkstoff eher gegen Allergien sinnvoll und nicht gegen Schnupfen.

Bedenkliche Inhaltsstoffe

In "Schnupfen Endrine Spray 0,1%" wiesen die Tester PEG-Derivate nach. Diese chemischen Verbindungen machen die Haut durchlässiger für den Wirkstoff, jedoch auch für Gifte. Deshalb sind PEG-Derivate umstritten. Außerdem könne das Chlorhexidin in "Minerasol Spray" und im "Sinex Schnupfenspray" von Wick Allergien auslösen.

Nutzlose Zusatzstoffe

Außerdem enthalten einige Präparate Zusatzstoffe, die jedoch die Wirkung des Schnupfenmittels nicht verbessern. Beispielsweise enthält "Weleda Rhinodoron Nasenspray" Aloe vera, obwohl es keine Studie gibt, die einen Nutzen von Aloe vera gegen Schnupfen ausreichend belegt. Für ebenso überflüssig halten die Tester die Zugabe von Vitamin C (in Pascosalin Plus C") und auch Zink (in "BioNasole Nasenspray"). Auch Sanddorn-Fruchtfleischöl könne den Schnupfen nicht schneller beenden. Das Öl fanden die Tester in "St. Christoph Meerwasser Schnupfenspray". Die Mittel mit Zink, Aloe vera und Vitamin C gehörten mit mehr als sechs Euro pro Packung zu den teuersten im Test.

"Öko-Test" rät zu Salzlösungen

Salzlösungen sind meist billiger und schon für weniger als zwei Euro zu haben. Ein weiterer Vorzug vieler Salzlösungen: Sie enthalten weder Chemie noch Konservierungsstoffe. Außerdem können sie auch über einen längeren Zeitraum eingenommen werden, da sie nicht abhängig machen. Herkömmliche Schnupfenmittel sollten deshalb nur etwa sieben Tage lang benutzt werden. Zudem lassen sich Salzlösungen auch vorbeugend anwenden, um die Nasenschleimhaut feucht zu halten. Dementsprechend schnitten Salzlösungen und Salzsprays überwiegend mit "sehr gut" im Test ab. Sehr gut und preisgünstig sind zum Beispiel "Meersalzwasser Nasenspray" von Abo Pharma, "Meerwasser Nasenspray" von Rossmann und "Drofa Meerwasser Nasenspray" von Rewe

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Türgriffe gehören zu den größten Erkältungsfallen. (Foto: Archiv)Türgriffe gehören zu den größten Erkältungsfallen. (Foto: Archiv) In diesen Tagen schnieft und hustet es wieder überall. Doch wer das kühle Wetter für seinen Schnupfen verantwortlich macht, liegt falsch. Denn Erkältungen übertragen sich vor allem über den Kontakt mit Türgriffen, Telefonhörern oder ungewaschenen Händen. Diese Erkenntnis wurde durch eine Studie mit Hotelgästen untermauert. Die erkälteten Versuchspersonen sollten nach ihrem Aufenthalt im Hotel die Gegenstände benennen, die sie angefasst hatten. Auf mehr als einem Drittel der Objekte waren tatsächlich Erreger nachweisbar. Darunter waren vor allem Türgriffe, Lichtschalter und Fernbedienungen. Wer die häufigsten Erkältungsfallen kennt und sein Immunsystem stärkt, hat gute Chancen, die kalte Jahreszeit ohne Triefnase zu überstehen.

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Händewaschen hilft

Sowohl auf der Haut als auch auf den meisten Gegenständen können die Erkältungsviren mehrere Stunden überleben. Von den Händen gelangen die Erreger auch an die Schleimhäute. Denn jeder Mensch fasst sich unbewusst mehrmals pro Stunde an Nase oder Augen. Eine US-Studie belegte kürzlich, dass Viren und Bakterien sogar eher durch Händeschütteln übertragen werden als durch Wangenküsse. Händewaschen hat sich bewährt, um eine Ansteckung auf diesem Weg zu vermeiden.

Räume nicht überheizen

Nicht die kalte Luft draußen, sondern die Heizungsluft drinnen zählt zu den größten Erkältungsfallen. Die Schleimhäute trocknen aus und können die Viren nicht mehr richtig abwehren. Drehen Sie daher die Heizung, vor allem nachts, nicht zu hoch. Viel frische Luft und ausreichend Flüssigkeit halten die Schleimhäute intakt.

Sauna und Sport stählen die Abwehr

Erkältungsviren kann man nicht völlig aus dem Weg gehen. Daher ist es wichtig, das Immunsystem durch gesunde Ernährung, Bewegung und Abhärtung zu stärken. Neben regelmäßigen Saunagängen ist Ausdauersport wie Laufen, Radeln oder auch schnelles Gehen an der frischen Luft besonders empfehlenswert. Extrembelastungen allerdings schwächen das Immunsystem und sind tabu, wenn sich ein Infekt schon ankündigt.

Warm anziehen hält gesund

Am gut gemeinten Rat von Müttern "Zieh dich warm an!" ist wirklich etwas dran. Eine Studie in Großbritannien hat gezeigt, dass kalte Füße & Co. tatsächlich die Chance erhöhen, eine Erkältung zu bekommen. Bei niedrigen Temperaturen ziehen sich die Blutgefäße in der Nase zusammen. Dadurch werden die weißen Blutkörperchen daran gehindert, Viren erfolgreich abzuwehren. Erreger haben es dann leichter, über die Nase in den Körper zu gelangen.

Salzwasser für Hals und Nase

Zur Vorbeugung von Erkältungen haben sich auch Nasenspülungen mit Salzwasser bewährt. Fertige Mischungen gibt es in der Apotheke oder können selbst hergestellt werden. Geben Sie dazu einen Teelöffel Salz auf einen Liter lauwarmes Wasser. Auch wenn es bereits im Hals kratzt oder in der Nase juckt, kann eine Nasenspülung oder Gurgeln mit Salzwasser die Symptome lindern oder den Ausbruch der Erkältung noch verhindern.

Wenn der Hals schmerzt, die Nase tropft und der Verbrauch von Papier-Taschentüchern kräftig steigt, tobt im Körper ein heftiger Kampf. Bei über 100 verschiedene Virenarten erwischt es im Winter jeden mindestens einmal. Das sagt die Statistik. Um nicht krank zu werden, drehen viele die Heizung auf, nehmen Vitamin-Präparate oder schlucken Erkältungsmittel. Wer sich mit solchen Strategien schützen möchte, hat aber nicht immer Erfolg oder riskiert sogar erhebliche Nebenwirkungen. Wir sagen Ihnen, welche Mittel Linderung bei Husten, Schnupfen und Halsschmerzen bringen und wie Sie am schnellsten wieder auf die Beine kommen:

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Einzelne Wirkstoffe gezielt einsetzen

Grippostad, Wick Medinait und Aspirin Complex sind die "Top 3" der meist verkauften Erkältungs- und Grippemittel – Fachleuten dagegen sträuben sich die Haare bei diesen Kombi-Präparaten. Hauptkritikpunkt: Zusätzlich zu Schmerzmitteln wie Paracetamol oder Acetylsalicylsäure sind hier Substanzen beigefügt, die wenig bringen oder sogar Risiken beinhalten. Statt eines "Schrotschusses" empfiehlt der Pharmakologe Professor Volker Dinnendahl, Vorsitzender der Arzneimittelkommission der deutschen Apotheker, Präparate mit nur einem Wirkstoff. "Damit sollte man das Symptom bekämpfen, das einen am meisten beeinträchtigt." Also Nasentropfen für die verstopfte Nase, Lutschtabletten bei Halsschmerzen und Hustentropfen, um den Schleim zu lösen. Bei Nasentropfen sollte der Patient allerdings darauf achten, dass er diese nicht länger als zehn Tage verwendet, da sonst die Gefahr der Abhängigkeit besteht.

Endlich wieder Luft durch die Nase

Zu den besonders unangenehmen Erscheinungen einer Erkältung gehören die angeschwollenen Nasenschleimhäute. Sie machen das Atmen schwer - besonders in der Nacht. Den ersehnten Schlaf bringen dann Nasentropfen, -sprays oder -gele. Die meisten unter ihnen bewirken, dass sich die Blutgefäße verengen und die Nasenschleimhaut abschwillt. Auch die Gänge zu den Nasennebenhöhlen öffnen sich wieder und das eitrige Sekret kann ablaufen. Schnupfenmittel bergen aber auch Risiken: Man darf sie nur kurze Zeit, etwa eine Woche lang, nehmen. Die Nasenschleimhäute gewöhnen sich sonst an die schnelle Hilfe aus der Apotheke und verlieren die Fähigkeit, sich selbst zu regulieren. Im schlimmsten Fall kommt es zu chronischem Dauerschnupfen. Wesentlich schonender sind Nasenspülungen mit Kochsalzlösung. Tägliches Spülen der Schleimhäute schafft nicht nur Linderung, sondern kann auch Erkältungen verhindern.

Husten lösen statt blocken

Die meisten grippalen Infekte werden von mehr oder weniger starken Hustenanfällen begleitet. Auch wenn diese lästig sind, bewirken sie dennoch einen sinnvollen Reinigungsvorgang im Körper, mit dem Krankheitskeime aus den Atemwegen herausbefördert werden. Husten stillende Medikamente sollten daher nur in reduziertem Maße und immer in Absprache mit dem Hausarzt eingenommen werden. Besser sind Husten lösende Säfte und Tropfen. Sie helfen, den bakterienreichen Schleim abzubauen und die Atemwege wieder frei zu machen. Einreibe- und Inhalationsmittel können sinnvoll sein, müssen es aber nicht. Vor allem bei Kindern ist bei Mischungen aus Kampfer, Menthol und ätherischen Ölen äußerste Vorsicht geboten. Atemstörungen können vorkommen, ebenfalls Hautreizungen und Rötungen.

Sanfte Hilfe durch Hausmittel

Wer auch ohne chemische Keule wieder durchatmen will, kann sich natürlich auch an Großmutters Hausmittel halten. Viel schlafen und zwei bis drei Liter am Tag trinken hilft oft schon eine ganze Menge. Gegen Husten wirkt ein Tee aus getrocknetem Thymiankraut, Holunderblüten oder Lindenblüten oft Wunder. Bei stärkeren Beschwerden helfen auch eine Schwitzpackung mit Lindenblütentee, Nasenspülungen oder Erkältungsbäder mit ätherischen Ölen wie Lavendel, Eukalyptus oder Thymian. Das entlastet auch den Geldbeutel. Denn die Mittel, die hierzu aus der Apotheke benötigt werden, kosten in der Regel weniger als die Pharmaprodukte und haben weniger Nebenwirkungen.

Vorbeugen ist besser als behandeln

Ist das Kind erst einmal in den Brunnen gefallen, ist es schwierig, es wieder herauszuholen. Das gilt auch für Erkältungen. Dabei ist Vorbeugen gar nicht so schwer. Was viele nicht wissen: Nicht die kalte Luft draußen, sondern die Heizungsluft drinnen zählt zu den größten Erkältungsfallen. Die Schleimhäute trocknen aus und können die Viren nicht mehr richtig abwehren. Drehen Sie daher die Heizung, vor allem nachts, nicht zu hoch. 18 Grad reichen völlig aus. Viel frische Luft und ausreichend Flüssigkeit halten die Schleimhäute intakt. Eine gesunde Ernährung mit viel Frischkost stärkt das Immunsystem. Neben regelmäßigen Saunagängen ist Ausdauersport wie Laufen, Radeln oder auch schnelles Gehen an der frischen Luft besonders empfehlenswert. Extrembelastungen allerdings schwächen das Immunsystem und sind tabu, wenn sich ein Infekt schon ankündigt.

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