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Schwitzige Hände: Das können Sie dagegen tun

Schwitzen behandeln  

Schwitzende Hände: Ursachen und Therapie

01.06.2018, 10:17 Uhr | tw (CF), t-online.de

Schwitzige Hände: Das können Sie dagegen tun. Schwitzige Hände: Die einfachste Methode gegen Schweißhände ist gründliches Händewaschen. (Quelle: Getty Images/JGI/Jamie Grill)

Schwitzige Hände: Die einfachste Methode gegen Schweißhände ist gründliches Händewaschen. (Quelle: JGI/Jamie Grill/Getty Images)

Schwitzige Hände sind häufig ein Zeichen von Nervosität, Angst oder Aufregung. Situativ können Sie wenig gegen feuchte Schweißhände unternehmen. Auf Dauer helfen jedoch bestimmte Hausmittel und Anwendungen.

Warum wir an Händen und Füßen stärker schwitzen

Von insgesamt zwei Millionen Schweißdrüsen befinden sich die meisten an den Handflächen und Fußsohlen. Dr. Uwe Schlese, Facharzt für Hautkrankheiten, erklärt gegenüber der "Brigitte", dass das verstärkte Schwitzen an Händen und Füßen auf die Entwicklungsgeschichte des Menschen zurückgeht. Weil die Menschen in der Steinzeit bei Gefahr schnell und behände vor wilden Tieren oder einem Gegner fliehen mussten, brauchten sie feuchte Handflächen und Fußsohlen für die richtige Bodenhaftung.

Schwitzende Hände: So können Sie vorbeugen

Auch wenn das Vorstellungsgespräch oder Date realistisch betrachtet weniger bedrohlich ist als ein Tiger, produziert Ihr Körper bei Stress und Unruhe noch heute übermäßig viel Schweiß an bestimmten Stellen, unter anderem an den Handinnenflächen. Experten nennen dieses Phänomen "emotionales Schwitzen".

Um peinlichen Momenten aufgrund von Schweißhänden vorzubeugen, sollten Sie die entsprechende, Angst auslösende Szene im Vorhinein möglichst intensiv visualisieren und dabei verschiedene Möglichkeiten durchspielen. Je besser Sie gedanklich auf Patzer und Missgeschicke vorbereitet sind, desto weniger bringen Sie diese ins Schwitzen. Experte Schlese empfiehlt außerdem, durch Entspannungstechniken wie Yoga oder autogenes Training auf das vegetative Nervensystem einzuwirken, das unsere Körperfunktionen steuert. Atmen Sie regelmäßig und tief ein und aus, bis sich Ihr Puls verlangsamt.

Problem Schweißhände: Vorübergehend oder chronisch?

Gehören Sie zu den Menschen, die nicht nur in Stresssituationen, sondern permanent und temperaturunabhängig Schweißhände haben, sollten Sie überprüfen lassen, ob bei Ihnen eine Hyperhidrose besteht. Möglicherweise sind bestimmte Krankheiten wie eine Schilddrüsenüberfunktion dafür verantwortlich, dass Sie dauernd schwitzende Hände haben. Laut der Webseite der "Kliniken der Stadt Köln" ist die übermäßige Schweißbildung an den Händen bei etwa 50 Prozent der Betroffenen genetisch bedingt. Häufig treten die Beschwerden schon im Jugendalter auf, verringern sich jedoch im Alter. Kann ein Dermatologe aufgrund einer ausführlichen Beratung und Untersuchung ausschließen, dass Ihren Schweißhänden eine krankhafte Ursache zugrunde liegt, sollten Sie testen, welche der bewährten Mittel gegen Schwitzen am besten helfen.

Mittel gegen schwitzige Hände

Nicht nur für die Achseln, selbst für die Hände gibt es mittlerweile Deosprays auf Basis von Metallsalzen wie Aluminiumchlorid. Diese verstopfen die Poren, sodass Schweiß nicht mehr ungehindert fließen kann. Rund 90 Prozent der Betroffenen erfahren durch Antitranspirant bereits eine Linderung. Andere Mittel gegen schwitzende Hände sind spezielle Gels, Cremes oder Tinkturen, im Notfall sogar Medikamente, die der Arzt verschreibt.

Weitere Hausmittel gegen schwitzende Hände sind:

  • Salbei: Als Salbeitee oder Zusatz im Handbad kann das Küchenkraut die Schweißproduktion deutlich reduzieren. 
  • Handbäder: Ein tägliches Handbad mit Salzwasser oder Kamillenkonzentrat kann die Schweißbildung ebenfalls verringern.
  • Babypuder: Als Sofortmaßnahme bei schwitzigen Händen eignet sich Babypuder. Sobald das Puder an den Händen aufgetragen wird, verschließt es die Schweißdrüsen.

Wer trotz dieser Maßnahmen unter Schweißhänden leidet, sollte eine Ionophorese durchführen. Bei dieser Behandlung tauchen Sie Ihre Hände in ein Salzbad, durch das schwacher Gleichstrom fließt. Das Ziel: Eine regelmäßige Anwendung soll die Schweißproduktion merklich reduzieren. Nach einigen Durchläufen können Sie die Therapie sogar eigenständig zu Hause anwenden. Private Krankenkassen übernehmen die Kosten. Sind schwitzige Hände ein sehr belastendes Dauerproblem, sollten Sie sich über Botulinumtoxin-Injektionen und chirurgische Eingriffe informieren.

Verwendete Quellen:

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online.de können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.

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