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Herzinfarkt: Dicke sind nicht unbedingt gefährdeter

Herzinfarkt  

Dicke Frauen sind nicht unbedingt gefährdeter

26.09.2013, 15:51 Uhr | hut

Herzinfarkt: Dicke sind nicht unbedingt gefährdeter. Herzinfarkt: Übergewicht allein erhöht das Herzinfarkt- und Schlaganfall-Risiko nicht. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Übergewicht allein erhöht das Herzinfarkt-Risiko nicht. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Wer ein paar Pfunde zu viel mit sich herumschleppt, hat nicht zwangsläufig ein erhöhtes Risiko für einen Herzinfarkt. Das ist das Ergebnis einer neuen Studie aus Dänemark. Welche Faktoren einen Herzinfarkt wirklich begünstigen und wie Sie dem entgegenwirken.

Über 260.000 Frauen untersucht

Für ihre Studie betrachteten die Forscher über 260.000 junge dänische Frauen. Diese wurden untersucht und anschließend in vier Gruppen unterteilt: normalgewichtige und übergewichtige, gesunde Frauen; normalgewichtige Frauen mit mindestens einer metabolischen Erkrankung und übergewichtige Frauen mit metabolischem Symptom. Zu den metabolischen Erkrankungen zählen Bluthochdruck, gestörte Glukoseverträglichkeit und erhöhte Cholesterinwerte.

Keine Unterschiede bei metabolisch gesunden Frauen

Nach fünfeinhalb Jahren wurden die Frauen erneut untersucht. Dabei zeigte sich, dass die übergewichtigen, metabolisch gesunden Frauen kein höheres Infarkt-Risiko hatten als die schlanken, gesunden Frauen. Litten die beleibteren Frauen allerdings an einer metabolischen Erkrankung, erhöhte sich ihr Risiko um das Vierfache im Vergleich zu den gesunden Frauen. Das Risiko der schlanken Frauen mit einer metabolischen Erkrankung verdoppelte sich gemessen an der gesunden Kontrollgruppe.

Übergewicht an sich erhöht Infarkt-Risiko nicht

Laut Studienautorin Dr. Michelle Schmiegelow lassen diese Ergebnisse den Schluss zu, dass "Übergewicht an sich bei jungen Frauen nicht mit einem kardiovaskulären Risiko im Zusammenhang steht." Vielmehr sei der metabolische Gesundheitszustand - und damit der Stoffwechsel - entscheidend dafür, wie hoch das individuelle Herzinfarkt- und Schlaganfall-Risiko ist. Die Kombination aus Bluthochdruck, gestörtem Fettstoffwechsel und erhöhtem Blutzuckerspiegel ist dementsprechend besonders gefährlich.

Allerdings ist Fettleibigkeit einer der wesentlichen Auslöser für Bluthochdruck und gestörte Glukosetoleranz, betonen die Wissenschaftler. Vor allem das Bauchfett kann die Ausschüttung gefährlicher Hormone begünstigen, die den Stoffwechsel entgleisen lassen. Mit steigendem Bauchumfang steigt daher auch das Risiko für metabolische Erkrankungen. Daher sollten sich auch übergewichtige Frauen gesund ernähren und viel bewegen. Vor allem das gefährliche Bauchfett müsse schmelzen. Auch Blutdruck und Blutzuckerwerte sollten regelmäßig kontrolliert werden.

BMI alleine kaum aussagekräftig

Wie Übergewicht, metabolische Erkrankung und Infarktrisiko bei Männern zusammenhängen, klärt die dänische Studie nicht. Klar ist, dass sich bei Männern die Fettverteilung anders als bei Frauen darstellt. Sie neigen eher zu gefährlichem Bauchfett und haben daher auch prinzipiell ein erhöhtes Risiko für metabolische Erkrankungen.

Fest steht laut Forschern aber auch: Übergewicht ist nicht gleich Übergewicht. Der BMI alleine betrachtet sei kaum aussagekräftig und lasse nicht auf ein erhöhtes Risiko für gefährliche Erkrankungen schließen.

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online.de können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.

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