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Schlaganfall: Immer mehr junge Menschen betroffen

Schlaganfall  

Immer mehr jüngere Menschen erleiden einen Hirnschlag

24.10.2013, 18:12 Uhr | AFP, t-online.de

Schlaganfall: Immer mehr junge Menschen betroffen. Ein Schlaganfall kann jeden treffen. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Ein Schlaganfall kann jeden treffen - immer häufiger auch Menschen unter 65 Jahren. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Ein Schlaganfall kann jeden treffen – nicht nur ältere Menschen. Dass weltweit immer mehr jüngere Personen einen Hirnschlag erleiden, zeigt eine aktuelle Studie, die in der britischen Fachzeitschrift "The Lancet" veröffentlichten wurde. Demnach stieg die Zahl der Hirnschläge bei 20- bis 64-Jährigen zwischen 1990 und 2010 um 25 Prozent. Auch in Deutschland gehen Experten davon aus, dass etwa fünf bis acht Prozent der Schlaganfall-Betroffenen jünger als 50 Jahre alt sind.

Studie: Zahl der Betroffenen um 25 Prozent gestiegen

Wissenschaftler um Professor Valery L. Feigin konnten belegen, dass Hirnschläge weltweit zunehmend auch Menschen unter 65 Jahren betreffen. Zwar treten Schlaganfälle bei Menschen über 65 Jahren nach wie vor häufiger auf, der Anteil der Patienten zwischen 20 und 64 Jahren stieg aber binnen 20 Jahren von 25 auf 31 Prozent.

Zahl der Todesfälle könnte sich verdoppeln

Für ihre Studie werteten die Forscher 119 Untersuchungen aus aller Welt aus. Die Zahl der Schlaganfälle schätzen die Autoren für das Jahr 2010 auf 16,9 Millionen. 5,9 Millionen Menschen starben der Studie zufolge an den Folgen. Die Forscher warnen, dass sich die Zahl der Todesfälle in den kommenden 20 Jahren verdoppeln könnte. 

In Deutschland sind rund 270.000 Menschen betroffen

Laut Angaben der Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe erleiden hierzulande jährlich rund 270.000 Menschen einen Schlaganfall. Der Infarkt im Gehirn ist sogar die dritthäufigste Todesursache in Deutschland und der häufigste Grund für Behinderungen.

Genaue Zahlen existieren nicht

Wissenschaftliche Schätzungen gehen davon aus, dass in Deutschland etwa fünf bis acht Prozent der Betroffenen jünger als 50 Jahre sind. Somit erleiden laut der Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe pro Jahr etwa 9.000 bis 14.000 Menschen in dieser Altersgruppe einen Schlaganfall.

Häufiger Auslöser ist verstopfte Arterie

Üblicherweise tritt ein Hirnschlag plötzlich auf. Die häufigste Ursache ist Arterienverkalkung, die durch Risikofaktoren wie Alkohol, Rauchen, Bluthochdruck und Diabetes mellitus gefördert wird. In den Arterien sammeln sich Cholesterin, Blutzellen, Bindegewebe und Kalksalze an und verengen diese Stück für Stück. Bildet sich dann ein Blutgerinnsel, kann das die Arterie komplett verstopfen - ein Schlaganfall ist die Folge.

Aber auch eine Hirnblutung ist eine mögliche Ursache. So können durch Missbildungen und Ausbeulungen der Gefäße oder durch Tumore Blutgefäße platzen. Die Blutversorgung wird so unterbrochen und die Gehirnzellen werden nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt. Man spricht dann von einem hämorrhagischen Infarkt.

Gesunde Ernährung und Sport beugen vor

Um den Infarkt im Gehirn vorzubeugen, kommt es auf den richtigen Lebensstil an. So kann man mit ausreichender Bewegung und gesunder, ausgewogener Ernährung Risikofaktoren wie Bluthochdruck und Übergewicht in den Griff bekommen. Damit die Arterien nicht verkalken, ist es außerdem wichtig, dass man auf Zigaretten, Alkohol, fettige Speisen, zu viel Zucker und Salz weitestgehend verzichtet.

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online.de können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.

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