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Herzinfarkt: Scanner erkennt Gefahrenstellen im Herzen

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Neues Verfahren  

Scanner macht Herzinfarktrisiko sichtbar

12.11.2013, 15:27 Uhr | cme

Herzinfarkt: Scanner erkennt Gefahrenstellen im Herzen. Herzinfarkt: Wer fürchtet, dass Stress die Gesundheit angreift, erhöht das Risiko. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Herzinfarkt: Wer fürchtet, dass Stress die Gesundheit angreift, erhöht das Risiko. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Ein Herzinfarkt trifft Menschen oft wie aus heiterem Himmel - dabei ist er meist die Folge einer Arterienverkalkung, die sich über Jahre hinweg entwickelt. Britische Wissenschaftler haben nun ein neues Verfahren entwickelt, das die Gefahrenstellen im Herzen frühzeitig sichtbar macht. Das berichtet das Magazin BBC in seiner Online-Ausgabe.

Plaques werden im Scanner sichtbar

Häufigste Ursache für den Herzinfarkt ist die Verkalkung der Arterien rund ums Herz. Es bilden sich so genannte Plaques. Das sind Ablagerungen, die die Blutgefäße verengen und schließlich verstopfen können. Dem Forscherteam von der University of Edinburgh gelang es nun, mithilfe einer radioaktiven Substanz - dem so genannten Tracer - die Plaques im Herzen aufzuspüren. Sichtbar werden sie dann mithilfe eines PET-Scanners (Positronen-Emissions-Tomographie). Das Verfahren wird bereits eingesetzt, um Tumore zu finden.

Gefahrenstellen im Herzen identifiziert

Die Wissenschaftler testeten das Verfahren an 40 Patienten, die kurz vorher einen Herzinfarkt erlitten hatten. Bei 37 von ihnen entlarvte der Scanner die Plaques, die den Infarkt ausgelöst hatten. Damit sei es zum ersten Mal gelungen, die Gefahrenstellen im Herzen zu identifizieren, so die Forscher. Allerdings seien weitere Tests nötig, um herauszufinden, ob die gefährlichen Plaques auch vor einem Herzinfarkt entdeckt werden können.

"Ich vermute, dass nicht alle Plaques, die wir finden, einen Herzinfarkt auslösen", sagte Studienleiter Marc Dweck gegenüber der BBC. Aber das Verfahren könne Hochrisikopatienten helfen, die eine aggressivere Therapie benötigen.

Forscher hoffen auf bessere Behandlung von Hochrisikopatienten

"Herzattacken sind die häufigste Todesursache in westlichen Ländern", sagte Dweck weiter. "Es gibt vorher keine Warnung. Wenn wir die Plaques behandeln und stabilisieren können, könnten wir Herzinfarkte und auch den Tod dieser Menschen verhindern."

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