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Listeriose: Gefahr durch Bakterien im Essen

Bakterien im Essen  

Wie gefährlich ist die Infektionskrankheit Listeriose?

20.11.2017, 00:00 Uhr | ki (IP)

Listeriose: Gefahr durch Bakterien im Essen. Chopping Peppers (Quelle: Thinkstock by Getty-Images/Czgur)

Bei der Zubereitung von Lebensmittel ist auf die Hygiene zu achten. (Quelle: Czgur/Thinkstock by Getty-Images)

Listeriose ist eine durch Bakterien ausgelöste Infektionskrankheit, die meist recht glimpflich verläuft, bei gefährdeten Patienten aber auch schwerwiegende Folgen haben kann. Bei einem Verdacht auf Listeriose sollten Sie daher umgehend einen Arzt aufsuchen.

Was genau ist Listeriose?

Listeriose ist eine Infektionskrankheit, die durch Listerien ausgelöst wird. Das sind Bakterien, sogenannte Schmutzkeime, die fast überall vorkommen und häufig durch verunreinigte Lebensmittel übertragen werden. Haben Sie ein gesundes Immunsystem, haben Listerien allerdings meist keine negativen Auswirkungen. Oft ist die Infektion sogar so schwach, dass Sie sie gar nicht bemerken, wie die Fachleute des Gesundheitsportals "Onmeda" anmerken. Gefährlich können Listerien jedoch vor allem für Kinder, ältere Menschen und Menschen mit Immunschwäche werden: Die Symptome ähneln dann oft denen einer Grippe . Auch Erbrechen, Durchfall und Fieber können auftreten. Bei schwereren Infektionen kann es zu einer Blutvergiftung oder einer Hirnhautentzündung kommen, die schlimmstenfalls zum Tode führen können.

Vorsicht in der Schwangerschaft

Besonders gefährlich sind Listerien für Frauen in der Schwangerschaft: Während die werdende Mutter die Krankheit oftmals nicht einmal bemerkt, kann das Kind Schaden nehmen. Sind Sie werdende Mutter, sollten Sie daher besondere Vorsicht walten lassen. Haben Sie sich einmal mit den Schmutzkeimen angesteckt, können die Bakterien über die Plazenta auf Ihr Kind übertragen werden. Die möglichen Folgen sind ernst. Eine Übertragung in der Frühphase der Schwangerschaft kann schlimmstenfalls zu einer Fehlgeburt führen. Bei einer Infektion im letzten Drittel der Schwangerschaft kommt das Baby oft mit Anzeichen einer Blutvergiftung auf die Welt. Auch Atemnot, Erbrechen und Krämpfe sind keine Seltenheit. Sogar Hirnhautentzündungen können jetzt auftreten. Daher ist eine schnelle Behandlung unbedingt nötig.

Vorbeugung und Therapie

Listerien werden zumeist durch Nahrungsmittel übertragen, die verunreinigt sind. Waschen Sie daher Gemüse gründlich vor der Verarbeitung und achten Sie auch auf einen sauberen Kühlschrank , damit sich die Erreger nicht ausbreiten. Waschen Sie sich vor der Zubereitung einer Mahlzeit zudem gründlich die Hände. Meiden Sie rohes Fleisch und rohen Fisch (vor allem während der Schwangerschaft oder bei einer Immunschwäche). Garen oder braten Sie Fleisch und Fisch stattdessen gut durch, das tötet die Listerien ab. Auch in Milch und Weichkäse können die Bakterien vorkommen, seien Sie hier also ebenfalls vorsichtig. Haben Sie sich infiziert und zeigen typische Symptome, sollten Sie unbedingt einen Arzt aufsuchen. Dieser muss die Erreger nachweisen und bei einem positiven Ergebnis Ihre Infektion melden. Da Listeriose eine bakterielle Infektion ist, wird Sie typischerweise über mehrere Tage oder Wochen hinweg mit Antibiotika behandelt.

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online.de können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.

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